Camping mit der Familie kann sichtlich Spaß machen.

Das Camping erlebt aktuell ein regelrechtes Revival. Immer mehr Menschen jeden Alters entschließen sich dazu, ihren Urlaub lieber auf vier Rädern oder im Zelt zu verbringen als im klassischen Hotel oder einer anderen „festen“ Unterkunft. Die Nähe zur Natur, die Freiheit bei der Reiseplanung sowie die geringen Kosten sind dafür die Hauptgründe. Doch wer zum Camping mit der ganzen Familie will, muss bei der Planung einige Besonderheiten beachten, damit sowohl die Eltern als auch die Kinder Spaß haben.

Die Zeiten, in welchen das Camping eher eine Sache der Rentner war, sind mittlerweile vorbei. Immer mehr junge Menschen in den 20ern und 30ern entdecken das Campen (wieder) für sich und das liegt nicht nur am fehlenden Geld für einen luxuriösen Urlaub. Im Gegenteil: Viele Camper sind durchaus in der Lage und bereit, tief in den Geldbeutel zu greifen. Große Wohnmobile und das teurere Glamping erfreuen sich daher aktuell steigender Beliebtheit. Doch auch kostengünstigere Varianten, wie ein eigens umgebauter Kastenwagen oder das klassische Zelten erleben wieder einen Aufschwung. Es ist der Ruf nach Abenteuer, welcher junge Menschen in die Natur lockt. Darunter auch immer mehr junge Familien, welche ihren Kindern beim Camping ein Erlebnis der besonderen Art bieten möchten.

Campen als perfekter Urlaub mit Kindern

Raus in die Natur, unter dem Sternenhimmel schlafen, die weite Welt erkunden: Den Ruf nach Abenteuer hören beim Camping längst nicht nur die Erwachsenen. Auch die meisten Kinder lassen sich für einen Urlaub im Wohnwagen oder Zelt begeistern. Das gilt zumindest für kleinere Kinder vor der Pubertät, deren Tagesablauf nicht nur aus digitalen Medien wie dem Smartphone oder der PlayStation besteht. Oft ist es für die Eltern also nicht allzu schwierig, ihre Kinder von einem Campingurlaub zu überzeugen. Auch sie selbst profitieren davon, denn einerseits sparen sie Geld und andererseits stärken sie mit diesem Erlebnis den Zusammenhalt in der Familie. Zudem geht es auf Campingplätzen in der Regel weniger streng zu als in Hotels, beispielsweise eben, wenn es um spielende Kinder geht. Zwischenstopps auf Spielplätzen, das Toben mit anderen Kindern, während die Eltern am Strand entspannen und laue Sommerabende am Lagerfeuer versprechen eine unvergessliche Zeit für die ganze Familie. Das Camping kann also die perfekte Wahl für den nächsten Urlaub mit Kindern sein, allerdings nur, wenn es auch „richtig“ geplant wird.

Kinderfreundliche Campingplätze auswählen

Obwohl auf einem Campingplatz alle Urlauber dieselbe Idee hatten, stecken dahinter oft unterschiedliche Motive. Das bedeutet: Manche Mitcamper suchen nach Ruhe und Entspannung, andere nach einer Party unter freiem Himmel und wieder andere eben nach einem perfekten Familienurlaub. Nicht immer lassen sich diese Wünsche vereinen, weshalb sich die meisten Campingplätze auf eine Zielgruppe spezialisieren. Wer also mit Kindern reist, sollte sich vorab über die Kinderfreundlichkeit auf dem jeweiligen Campingplatz informieren. Wo es einen Spielplatz und viele andere Kinder gibt, wird die ganze Familie einen schöneren sowie entspannteren Urlaub verbringen als zwischen Rentnern, welche sich bei jedem lauten Geräusch beschweren. Recherche ist deshalb das A und O vor der Buchung des Zelt- oder Stellplatzes. Worauf sollte dabei noch geachtet werden?

Darauf solltest du beim Camping mit der Familie achten

  • Bestenfalls ist der Campingplatz explizit als familienfreundlich ausgewiesen.
  • Die Kinder sollten Beschäftigungen finden wie Spielplätze, einen Nichtschwimmerbereich im Pool, See beziehungsweise Meer (je nach Reiseziel) oder einen Wald zum Erkunden.
  • Große Campingplätze bieten oft sogar ein Animationsprogramm speziell für Kinder oder eine Kinderbetreuung, um die Eltern zu entlasten.
  • Je nachdem, wofür sich die Kinder begeistern, gibt es vielleicht einen Campingplatz mit Tieren zum Streicheln, Reiten & Co, einem eigenen Fußballplatz, Blick auf das Meer oder anderen Besonderheiten.
  • Gleichzeitig muss der Campingplatz vor allem im Hochsommer ausreichend Schatten bieten.
  • Autofreie Plätze erhöhen die Sicherheit und entlasten somit die Eltern hinsichtlich ihrer Aufsichtspflicht. Sie müssen sich also weniger Sorgen machen, können ihren Nachwuchs je nach Alter auch mal aus den Augen lassen und sich somit mehr entspannen.
  • Kinder bedeuten in der Regel viel Wäsche. Optimal sind daher Campingplätze mit Waschmaschinen und Trocknern.
  • Babys und Kleinkinder erfordern zudem einen Platz zum Wickeln. Das kann im eigenen Wohnwagen beziehungsweise Wohnmobil gemacht werden, ist vielen Eltern aufgrund des Geruchs aber unangenehm. Sinnvoll ist daher ein Campingplatz mit extra Wickelraum.
  • Ruhe ist wichtig, vor allem in der Nacht, damit die Kinder gut schlafen können und somit entspannt sowie ausgeruht sind. Selbiges gilt natürlich für die Eltern. Zu meiden sind daher laute Campingplätze mit vielen jungen sowie partywütigen Gästen und ein Zelt- oder Stellplatz direkt neben einem Restaurant, einer Bar & Co.
Beim Camping mit der Familie gehört Stockbrot und ein Lagerfeuer einfach dazu
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An- und Abreise richtig planen

Die Vorfreude der Kinder ist oft groß, wenn es zum Camping geht. Bei dieser Aufregung zu schlafen oder geduldig auf die Ankunft zu warten, fällt ihnen dementsprechend meist schwer. Die Eltern müssen sich bei der Anreise also darauf einrichten, dass schon schnell die Frage kommt: „Wie lange noch?“. Auch auf der Rückfahrt sind Kinder oft ungeduldig und gelangweilt. Wer kann, sollte daher in beiden Fällen nachts fahren, wenn die Kinder müde sind und bestenfalls schlafen. Das funktioniert in der Regel vor allem bei kleinen Kindern sehr gut. Ansonsten gilt es, die Strecken in möglichst kurze Etappen einzuteilen, regelmäßige Zwischenstopps einzulegen, gegebenenfalls auch über eine Nacht, und die Zeit im Auto mit Reisespielen zu vertreiben.

Kinder in die Organisation einbeziehen

Je nach Alter des Kindes, ist es sinnvoll, dieses in die Planungen für den Campingurlaub einzubeziehen. Alle Familienmitglieder sollten ihre Wünsche äußern dürfen. Alle, das bedeutet auch die Eltern, denn trotz Rücksicht auf die Kinder, sollten natürlich auch sie auf ihre Kosten kommen. Ansonsten sind Konflikte im Urlaub vorprogrammiert. Ziel ist also, Kompromisse zu finden, die für alle Reisenden in Ordnung sind und Spaß versprechen. Bei kleinen Kindern, welche sich noch nicht an der Organisation beteiligen können, müssen die Eltern für sie sprechen und deren Bedürfnisse berücksichtigen. Dann ist es beispielsweise meist sinnvoller, in einem klimatisierten Wohnmobil zu schlafen, anstatt in einem Zelt. Wenn es an das Packen geht, dürfen Kinder gerne selbst Hand anlegen und ihre Koffer für den Campingurlaub befüllen. Das fördert ihre Vorfreude und Selbstständigkeit. Allerdings müssen die Eltern unbedingt vor der Abreise noch einmal einen Blick auf das Gepäck werfen, denn Kinder packen oftmals nur Spielsachen, dafür aber nicht die eigentlich wichtigen Dinge ein. Auch hierbei ist Zusammenarbeit das A und O und die perfekte Einstimmung auf den gemeinsamen Familienurlaub.

Frühzeitig eine Packliste schreiben

Apropos packen: Damit zwischen Reisefieber, aufgeregten Kindern und Hektik nichts Wichtiges vergessen wird, empfiehlt es sich, schon frühzeitig eine Packliste zu schreiben. Wann immer jemandem also etwas einfällt, das im Campingurlaub keinesfalls fehlen darf, wird es kurzerhand aufgeschrieben und später beim Packen Punkt für Punkt abgehakt. Auch hier dürfen die Kinder gerne mitreden. Eine vorgefertigte Checkliste kann als Anhaltspunkt dienen, muss aber je nach Reiseziel, Alter der Kinder, Dauer des Campingurlaubs und vielen weitere Faktoren angepasst beziehungsweise erweitert werden. Wer noch Platz im Kofferraum hat, sollte unbedingt ein Planschbecken einpacken. Das sorgt an heißen Tagen für Abkühlung und bei den meisten Kindern für Begeisterung. Nicht fehlen dürfen zudem natürlich Spielsachen wie Bälle oder Schwimmringe, aber auch Schlechtwetteralternativen wie Malstifte, Hörbücher oder eben doch das Tablet mit Kinderserien.

Beim Planen zum Camping mit der Familie haben alle Spaß
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Kompromisse sind möglich

Auch aus diesem Grund eignet sich ein Wohnmobil oft besser für den Campingurlaub mit der ganzen Familie, denn es bietet Platz für eine Sitzecke zum Spielen, Malen & Co sowie ausreichend Komfort bei schlechtem Wetter. Möchten die Kinder aber unbedingt zelten, so kann der Kompromiss auch lauten, einfach einen Stell- und einen Zeltplatz nebeneinander zu mieten. So können die Eltern komfortabel im Bett schlafen und die Kinder erleben das gewünschte Abenteuer im Zelt oder kommen in der Nacht eben doch zu den Eltern gekrochen. Auch das macht deutlich: Sind alle Beteiligten zu Kompromissen bereit, wird der Campingurlaub garantiert zum Spaß für die ganze Familie und einem unvergesslichen Erlebnis für die Kinder.

Camping mit der Familie und andere Freizeitaktivitäten

Du suchst nach gleichgesinnten Eltern mit Kindern, die sich mit deiner Familie in den nächsten Camping Urlaub stürzen oder für andere Freizeitaktivitäten? Schließe dich einfach einer der folgenden Aktivitäten an und schon lernst du im Handumdrehen andere sympathische Eltern kennen.

Vorlesenachmittag
Eltern mit Kind

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22.11.2019 | Weinheim
Familienausflug
Eltern mit Kind

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23.11.2019 | Berlin
Mamas gesucht
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