Unser Top Reiseziel Jeonju in Südkorea

Die ultimative Sommer-Reisezeit rückt näher und näher und wir alle wissen, dass der frühe Vogel auch die besten Ticketpreise absahnt. Die alljährliche Frage ist bloß: Wohin geht es diesmal? Um mal von den typischen, total überladenen Reiseorten abzuweichen, stellt dir das Spontacts-Team die eigenen Insider und Lieblingsorte zum Verreisen vor. Besichtige sie gerne alle und nimm dir doch für die Reise nach Jeonju ein paar Spontis mit!

Thema in der ersten Woche ist eine schon fast geheime Stadt im schönen Südkorea; dem Land, das durch die Olympischen Spiele und ein paar Jährchen davor auch durch den Hit Gangnam Style zu Bekanntheit gekommen ist. Zentrum des Landes ist zweifelsohne die Megalopole Seoul: In und um der Hauptstadt herum lebt fast die Hälfte der Bevölkerung. Im Rahmen meines Auslandssemesters durfte ich dort leben und kann diese Vampir-Stadt nur weiterempfehlen: Es ist rund um die Uhr was los, die Leute sind unglaublich zuvorkommend, das Essen überall ein Gaumenschmaus und zu Besichtigen gibt es vieles. Es ist aber auch sehr voll – ein Umstand, der dir auf Dauer etwas zu viel werden kann. Und so habe ich mich nach ruhigeren Ortschaften im Land umgeschaut…

…und bin mit Jeonju fündig geworden!

Die kleine Stadt ist etwa 230 km von Seoul weg, was eine zweieinhalb stündige Fahrt bedeutet. Jeonju verfügt über die größte Ansammlung von zusammenhängenden Hanoks im Land, also der traditionellen Häusschen. In diesen sind viele Boutiquen, Teeläden und auch Restaurants zu finden. Außerdem gibt es viele Hotels in Hanoks, deren Wände aus Papier sind und wo du auf einem koreanischen Futon schlafen kannst. Da kommst du dir sicher schon sehr einheimisch vor!

Hanok Maeun in Jeonju

Jeonju ist ebenfalls bekannt als die Geburtsstätte der Joseon Dynastie, der erfolgreichsten Herrscherzeit in Südkorea. Die Yi-Familie, die damals an der Macht war, kam aus Jeonju, und so war dies früher die geistige Hauptstadt. Ganz spannend zu besichtigen ist der Gyeonggijeon-Schrein, in dem du viele Portraits der ehemaligen Könige besichtigen kannst. Außerdem siehst du die originalen Pavillons, in denen sie früher gelebt haben. Ein kleiner Geheimtipp: Du kannst dir für umgerechnet etwa 15 Euro ein Hanbok leihen, eines der traditionellen Gewänder Südkoreas, und Bilder aus der Vergangenheit im Palast nachstellen. Das macht wirklich super viel Spaß und ist ein tolles Erinnerungsstück!

Wunderschöne Tracht in Korea

Bekannt ist Jeonju auch für sogenanntes Hanji, koreanisches Papier, das in hundert Schritten fertiggestellt wird. Diese Schritte und die Unterschiede zu chinesischem und japanischem Papier werden im Hanji Museum genau erklärt. Das Coolste aber ist: Du kannst es dort kostenlos selbst in einer vereinfachten Version herstellen! Die professionelleren Versionen gibt es dann überall im Hanok Viertel in den kleinen Handwerksläden zu kaufen – als Postkarten, kleine Blumenbilder, Lesezeichen, einfach alles! Am besten verschickst du auch alle deine Postkarten von dort, denn in Jeonju findest du die am qualitativ hochwertigsten in Südkorea.

Ein anderes tolles To-See in Jeonju ist das Pungnammun Tor. Früher, während der Joseon Dynastie, gab es 4 Tore, von denen aber nur noch dieses eine übrig ist. Das Tor befindet sich zwischen dem Gyeonggijeon Schrein und der Jeondeong Kirche – alle drei Bauwerke lassen sich also wundervoll zum Besichtigen vereinen.

Stadttor Pungnammun in Jeonju

Hotspot Jeonju Fluss

Sehr zu empfehlen ist das am Fluss gelegene Gangam Calligraphy Museum, in dem Stücke von vielen berühmten Artisten zu finden sind. Ich habe sogar kostenlos eine Führung bekommen (per App-Englisch, was sehr witzig war) und dabei erfahren können, wie wichtig Bambus als Motiv für die meisten Werke war.

Jeonju Kallegrafie Museum

Am gleichen Fluss gelegen sind noch zwei andere tolle Orte, die du bei einem Besuch des Museums direkt verknüpfen kannst. Einmal gibt es da die Jeonju Hyanggyo Konfuzius Schule, die 1992 erbaut und zu einem historischen Schatz Koreas ernannt wurde. Sehr empfehlenswert, denn die Anlage ist sehr ruhig, die Architektur wunderschön und die Ruhe legt sich beim Besichtigen über dich wie eine warme Decke. Dort kannst du wirklich stundenlang verweilen!

Außerdem gibt es auch den wunderschönen Hanbyeokdang Tempel. Er ist mittlerweile ein materielles Kulturgut des Landes, der zwischen Berg und Fluss erbaut wurde. Die Aussicht ist fantastisch, und die Ruhe bringt so viel persönliche Inspiration hervor. Du wirst es dort sicherlich lieben!

Schöner Pavillon Hanbyeokdang in Jeonju

Jeonju als Essenshauptstadt Koreas

Bekannt ist die Hauptstadt der Provinz Jeolla-do aber auch für ihr tolles Essen – ein koreanisches Sprichwort besagt, dass deine Zunge nach einem Besuch in Jeonju so verwöhnt ist, dass du nie wieder Essen an einem anderen Ort genießen kannst. Nicht ganz zu Unrecht. 😉 Besonders bekannt sind zwei Gerichte in der Stadt.

Das eine ist Bibimbap, übersetzt gemischter Reis, mit eingelegtem Gemüse und Beilagen. Besonders empfehlenswert ist das Gajok Hoegwan. Dafür, dass dort nur zwei Gerichte gekocht werden, ist das Restaurant wirklich groß. Und das aus gutem Grund, denn das Bibimbap, das sie machen ist legendär und der Laden immer gut besucht! Die vegetarische Version des Jeonju Bibimbaps kann ich selbst nur sehr weiterempfehlen. Allerdings bietet das Restaurant auch sogenanntes „Yukhoe Bibimbap“ an, also Bibimbap mit rohem Rindfleisch. Klingt sehr blutig, ist es auch, soll aber sehr gut sein. Zudem werden kostenlos immer 9 bis 12 kleine Nebengerichte serviert.

Das zweite berühmte Gericht in Jeonju ist Gongnamul Gukbap, was Sojasprossensuppe mit Reis bedeutet. Besonders das Sambaek Jib ist sehr bekannt für die Suppe. Übersetzt heißt der Laden „300 Haus“, da es früher nur 300 Teller pro Tag verkauft hat, die dann auch immer vormittags schon alle weg waren. Jetzt hast du aber das Glück, dass du 24/7 dort essen kannst. Die Damen, die das Restaurant führen, sind sehr lieb und zuvorkommend und die Suppe unglaublich lecker.

Neugierig geworden? Nichts wie los!

Du siehst, sowohl in kultureller, visueller, als auch kulinarischer Hinsicht hat die Stadt viel zu bieten. Für mich persönlich war die Ruhe und das traditionelle Ambiente in Jeonju sehr ausschlaggebend dafür, dass ich mich so wohl gefühlt habe. Die Leute sprechen zwar nicht sehr gut Englisch, da normalerweise nur koreanische Touristen die Stadt besuchen. Allerdings sind die Einwohner wahnsinnig hilfsbereit, und so machst du dir schnell Freunde, die dir bereitwillig die Stadt und ihre Lieblingsorte zeigen. Also nichts wie los, schnapp dir auf Spontacts einen Reisepartner und erkunde mit deinem Buddy das schöne Jeonju.

Du willst noch mehr?

Wenn es dich auch gerne ans Meer verschlägt, kommst du günstig mit dem Zug innerhalb von ein paar Stunden nach Busan, das die legendären Strände Haeunde und Gwangalli beherbergt. Und wenn du in die Berge möchtest, dann nimm einfach das Schiff weiter nach Jeju-do, der Jeju Insel. Auf der sogenannten „Honeymoon Island“, ist mit dem Hallasan Berg der höchste Berg Südkoreas zu erklimmen. Oder du gehst dort auf Tiefenerkundung und läufst durch die Manjanggul Höhle, die längste Lavahöhle der Welt. Und wenn es dich doch wieder zurück in den Großstadt-Flair zieht, dann kannst du nach Seoul und dort durch die breiten, mit Menschenmassen gefüllten Straßen ziehen und den Mix aus moderner und traditioneller Architektur bewundern.

Wohin geht deine nächste Ferienreise?

Viele Spontis suchen Mitmacher für ihre geplante Ferienreise. Welcher schließt du dich an? Hier ist nur ein kleiner Auszug aus Freizeitaktivitäten, die dich in ferne Länder führen.