Gemeinsam Wandern macht mehr Spaß. Auch auf die Zugspitze.

Bereits letzten Winter setzten wir uns ein Ziel: Wir wollen wieder gemeinsam Wandern. Diesmal soll es auf den höchsten Berg Deutschlands gehen. Auf die Zugspitze, auf 2.962 Höhenmeter. Ohne Gondel. Zu Fuß. Dass das kein Zuckerschlecken wird, war (und wird) uns klar, sodass wir uns für die einfachste, aber längste Route entschieden haben: über das Reintal. Komm mit auf unseren Kurztrip in die Berge und staune wie wir, wie schön Natur sein kann.

Die Vorbereitungen

Das wichtigste erledigten wir zuerst: Die Terminfindung und die anschließende Buchung der Übernachtungsmöglichkeit. Nachdem wir vier Betten in der Knorrhütte reservierten, konnten wir uns getrost an den Großeinkauf machen. Auf der Liste standen Wanderklamotten wie Socken, atmungsaktive Kleidung, ein Trinkbeutel mit Schlauch und natürlich passende Wanderschuhe. Ebenso natürlich Proviant für unterwegs. Der Rucksack ist nun also gepackt, jetzt warten wir nur noch, bis es Sommer ist und losgehen kann.

Der erste Tag: Die Sonne machte uns zu schaffen

Unsere Route begann an der Großen Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen. Von dort aus machten wir uns auf den Weg in Richtung Reintal. Es hatte bereits vormittags fast 30 Grad, sodass wir schnell ins Schwitzen kamen. Nach ein paar Stunden erreichten wir die Bockhütte und gönnten uns erstmal eine Erfrischung in Form eines Bieres. Dann ging es weiter an der Partnach entlang in Richtung Zugspitze. Nach einer erneuten Pause an der Reintalangerhütte kamen wir zum Ursprung der Partnach. Dann ging es los mit einem Anstieg. Es war bereits Nachmittag und wir gaben Gas, sodass wir zeitig auf der Hütte waren.

Der Weg zur Zugspitze führt auch an der Partnach entlang.
Fotos: © Spontacts GmbH
Aussicht von der Reintalangerhütte.
Fotos: © Spontacts GmbH

Gegen 18 Uhr erreichten wir dann endlich und erschöpft die Knorrhütte auf 2.051 Höhenmeter. Nachdem wir die Zimmer bezogen haben durften wir uns mit 3 Grad „warmen“ Wasser abduschen und frisch machen. Frisches Bergwasser eben. Danach folgte das, worauf wir uns schon den ganzen Tag gefreut hatten: Eine warme Mahlzeit bzw. sogar ein 3 Gänge Menü. Wir unterhielten uns und genossen noch die abendliche Stimmung in den Bergen, bis auf einen Schlag ein Unwetter aufzog. Donner und Blitze trafen über unsere Hütte ein, so blieb uns eigentlich nur noch eines übrig: Schlafen. Zumindest haben wir es versucht.

Die Knorrhütte auf 2.051 Höhenmeter.
Fotos: © Spontacts GmbH

Der zweite Tag: Schneeengel und die letzten Meter

Nachdem wir uns mit Frühstück gestärkt hatten ging die 2. Etappe schon früh morgens los. Immerhin wollten wir noch vor 12 Uhr auf der Spitze sein. Eine knapp vierstündige Wanderung stand uns bevor und diesmal war es deutlich kühler. Bereits nach wenigen Metern lag ein Schneeengel vor uns: Mitmacher Markus.

Auf dieser Höhe gab es auch noch Schnee.
Fotos: © Spontacts GmbH

Die letzten Meter gingen dann über Geröll. Die Sicht war leider auch nicht optimal, sodass wir nur langsam voran kamen. Auch die Kräfte schwanden mit der Zeit und man hatte nur noch eins im Kopf: Ankommen!

Die letzten Meter bis zum Ziel.
Fotos: © Spontacts GmbH

Die letzten 911m waren nach rund 3,5 Stunden geschafft. Oben angekommen warteten auf uns zwar schon viele Touristen, die mit der Gondel nach oben gefahren sind, doch die Freude konnten sie uns nicht nehmen. Wir genossen den Ausblick und gönnten uns eine ordentliche Mahlzeit.

Die Aussicht von der Zugspitze.
Fotos: © Spontacts GmbH

Den Abstieg haben wir uns dann aber nicht mehr angetan und gönnten uns eine 10-minütige Abfahrt mit der Gondel. Wahnsinn, oder? Man läuft 10 Stunden auf einen Berg, um in 10 Minuten wieder im Tal zu sein.

Die Abfahrt mit der Gondel.
Fotos: © Spontacts GmbH

Gemeinsam Wandern ist immer eine Reise wert!

Unser Fazit: Gemeinsam Wandern ist und bleibt eine der schönsten Freizeitaktivitäten der Welt. Es war eine wirklich einmalige Tour mit über 20km und vielen vielen Höhenmetern, bei der uns regelrecht teilweise der Atem stockte. Nicht nur wegen der körperlichen Anstrengung, vor allem aber wegen der einmaligen Naturschauspiele, die sich in den Bergen ergaben. Wir empfehlen jedem, es auszuprobieren und seine Grenzen auszutesten. Und gemeinsam kann man sich gut unterstützen und motivieren.

 

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