Hier bekommst du Tipps, was du bei der Organisation einer Fahrradtour beachten solltest.

Radfahren fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden. Besonders, wenn draußen gemeinsam mit netten Menschen geradelt wird. Während die gleichmäßige Bewegung Rücken und Gelenke schont, tragen Tageslicht, frische Luft und Gesellschaft zu guter Laune bei. Möchtest du mit einer Gruppe eine Fahrradtour unternehmen, solltest du bei der Organisation einige Aspekte berücksichtigen. In diesem Beitrag findest du praktische Tipps für mehr Sicherheit und Spaß am Aktivsein.

Fahrrad und Zubehör checken!

Ob Tag, Nacht, Matsch oder Berge, Kies, Asphalt oder Gras: Je nach Tageszeit, Wetter und Untergrund gehen mit dem Radeln diverse Risiken einher. Hinzu kommen andere Verkehrsteilnehmer wie Lastwagen, Autos und Motoradfahrer, die im Straßenverkehr gefährlich werden können. Damit im Ernstfall von einer einwandfreien Ausstattung profitiert werden kann, sollten die Räder für die bevorstehende Tour einen einwandfreien Zustand aufweisen. Ein verkehrssicheres Rad muss laut Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club folgende Eigenschaften mit sich bringen:

  • 2 Bremsen, die unabhängig voneinander wirken
  • weißer Scheinwerfer (vorne)
  • weißer Rückstrahler (vorne)
  • Dynamo oder Batterielicht
  • pro Rad 2 Speichenrückstrahler (gelb) oder reflektierendes Material
  • je Pedal 2 Rückstrahler (gelb)
  • Klingel (helltönend)
  • roter Großflächenrückstrahler
  • rotes Rücklicht

Fahrradtour organisieren Helm nicht vergessen!

Achte darauf, dass auch deine Mitfahrer verkehrssichere Räder fahren, um das Unfallrisiko zu minimieren. Geht beispielsweise eine Bremse, ein Licht oder eine Klingel nicht richtig, kann das während eurer Tour gefährlich werden. Mit einem ordnungsgemäßen Bike beugt ihr vor. Nicht zu vernachlässigen beim Thema Sicherheit: Der Kopfschutz! Anders als bei einem nicht verkehrssicheren Fahrrad, müsst ihr bei einer Polizeikontrolle zwar kein Bußgeld zahlen, wenn ihr ohne Helm unterwegs seid, empfehlenswert ist der Verzicht aber dennoch nicht.

Wie das Verbraucherportal im Ratgeber zum Thema bestätigt, belegen aktuelle Studien, dass „ein Fahrradhelm seinen Nutzer vor schwerwiegenden bzw. sogar tödlichen Folgen eines Unfalls bewahren kann“ und Radler den Fahrradhelm nicht vergessen sollten. Das Vergleichsportal hat Helme namhafter Hersteller bewertet und Informationen zur passenden Helmgröße je Kopfumfang arrangiert, um Verbrauchern die Auswahl zu erleichtern. Bedenk, dass ein Fahrradhelm Leben retten und viele schwere Schädel-Hirn-Traumata verhindern kann! Natürlich sollst du niemanden verurteilen, der ohne Kopfschutz unterwegs ist, aber ein ehrlicher und gut gemeinter Hinweis auf mögliche Folgen kann nicht schaden.

Tipp: Plant ihr eine größere Tour, solltest ihr eine Grundausstattung an Werkzeug dabei haben. Kommt es zu einer kleinen Panne, könnt ihr euch im Idealfall selbst helfen. Auch Luftpumpen und Flickzeug sind ein Muss im Equipment.

Gemeinsam eine Fahrradtour organisieren: Achte dabei auf die Sicherheit und trage einen Helm!
Gemeinsam eine Fahrradtour organisieren: Achte dabei auf die Sicherheit und trage einen Helm!
(Foto: © Jacek Chabraszewski – stock.adobe.com)

Richtig verhalten, Unfälle vermeiden

Neben verkehrssicherem Fahrrad und Helm trägt das eigene Verhalten maßgeblich zur Sicherheit bei. Grundsätzlich gilt: Kein Alkohol am Steuer. Auch nicht beim Drahtesel. Wirst du erwischt, musst du je nach Einzelfall mit Bußgeld, Strafanzeige und Auswirkungen auf deinen Autoführerschein rechnen. Die allgemeine Promillegrenze für Radfahrer liegt bei 1,6 Promille. Dass bei einer Kontrolle allerdings keine Folgen drohen, wenn die Blutalkoholkonzentration darunter liegt, ist ein Trugschluss. Besonders problematisch wird es, wenn der Alkoholkonsum zu einem Unfall führt oder generell eine auffällige Fahrweise festgestellt wird. Dann kann die alkoholisierte Fahrt bereits ab 0,3 Promille als Straftat eingestuft werden.

Außerdem sollte die Gruppe darauf achten, dass durch ihre gemeinsame Fahrt keine anderen Verkehrsteilnehmer behindert oder gar gefährdet werden. Ständige Spurwechsel und unaufmerksames Unterhalten nebeneinander können bereits innerhalb der Radtruppe gefährlich sein. Kommen sich Radler zu nah, drohen Stürze und schwere Verletzungen. Mach alle Fahrer darauf aufmerksam und legt gemeinsam Regeln fest!

Proviant mitnehmen und vor Wettereinflüssen schützen!

Was keinesfalls fehlen darf, ist ausreichend Flüssigkeit zum Durstlöschen. Ideal sind Mineralwasser, Fruchtschorlen mit zwei Teilen Wasser und einem Teil Fruchtsaft sowie ungesüßte Tees. Auch kleine Snacks sind wichtig, um den Körper mit der nötigen Energie zu versorgen. Bananen, Müsliriegel, belegte Vollkornbrote und Äpfel sind optimale Begleiter. Das Food-Magazin Lecker hat kreative Proviantideen für unterwegs zusammengestellt. Lass dich inspirieren! Denkt zudem an Regenjacken und Regenhosen, falls Schauer angekündigt sind sowie Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel für die Haut!

Beachte beim Organisieren deiner Fahrradtour auf das Wetter.
Sei bei deiner Fahrradtour auf jede Wetterlage vorbereitet und nimm genügend Proviant sowie die richtige Kleidung mit. (Foto: © Jürgen Fälchle – stock.adobe.com)

Vorlieben abklären – Spaß für alle!

Bevor ihr einfach drauflosfahrt, solltest du mit den anderen unter anderem folgende Dinge klären:

  • Wie lang darf die Tour sein? (Kilometer und Zeitspanne kalkulieren!)
  • Gibt es landschaftliche Vorlieben? (Darf es z. B. ins Gebirge gehen oder sind Ebenen bevorzugt?)
  • Welche Schwierigkeitsstufe ist das Maximum? (Kondition abfragen!)
  • Sind Pausen an konkreten Zielen gewünscht?
  • Gibt es körperliche Einschränkungen?

Es ist wichtig, dass jeder die Chance hat Wünsche zu äußern und klar zu sagen, was er nicht möchte. Ansonsten kommt es womöglich während Tour zu Konflikten und das wäre wirklich schade. Nimm dir deshalb vorher Zeit und kläre ab, welche Route möglichst allen Ansprüchen gerecht wird!

Inspirationen für tolle Routen und Angebote findest du in unserer Übersicht mit aktuellen Radtouren. Klick dich durch und erfahre mehr!

Übrigens: Wie angenehm das Radfahren für den Einzelnen wird, hängt stark von seiner Sitzposition ab. Wer falsch auf dem Sattel sitzt, riskiert Ermüdungserscheinungen, Rücken- und Gelenkschmerzen sowie einschlafende Arme. Das ist nicht nur unangenehm und schmerzhaft, Beschwerden erhöhen auch die Unfallgefahr. Im Video des Kanals für beschwerdefreien Fahrspaß auf Rädern Bike Ergonomics erklärt Bike-Ergonom Dr. Kim Tofaute worauf es bei der Radeinstellung für eine effiziente Kraftübertragung und gesunde Sitzposition ankommt:

 

Du möchtest eine Fahrradtour organisieren, aber du suchst noch Mitradfahrer?

Du hast jetzt richtig Lust bekommen, eine Fahrradtour zu organisieren? Allerdings fehlen dir noch die passenden Leute, die dich begleiten? Dann finde sie jetzt bei Spontacts, deiner Freizeit-Community. Vielleicht sind bei diesen Radfahr-Aktivitäten schon die richtigen Mitmacher dabei?

 

Titelbild: © djama – stock.adobe.com