Mitmacherin Sabine schreibt bei der Spontacts-Aktivität an der interaktiven Geschichte mit. Wo machst du in Zeiten von Corona mit?

Auch in Zeiten von Social Distancing und der Coronakrise lassen es sich unsere Spontis nicht nehmen, auch virtuell ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. So geschah es, dass die Freizeit-Community zusammen mit dem Spontacts-Team eine interaktive Geschichte geschrieben hat. Damit jeder Teilnehmer den gleichen Einfluss auf den Verlauf der Story hat, durfte nur jeweils ein Satz auf einmal ergänzt werden. So konnte es passieren, dass sich mit einem Schlag, der ganze Verlauf der Geschichte ändert. Viel Spaß beim Lesen und sei gespannt, welche mysteriösen Wendungen sich ereignen!

Sponti und das Geheimnis des Silberfeder-Rabens

*Krah, Krah*. Sponti öffnet langsam seine Augen. Der Mond strahlt durch den Vorhang in sein Zimmer und erleuchtet es leicht. *Krah*. Schon wieder dieses seltsame Geräusch. Sponti steht etwas verschlafen auf und bewegt sich langsam in Richtung seines Fensters. Das Mondlicht beleuchtet seinen Garten im kleinen Münchner Vorort, dennoch kann er außer ein paar dunkler Schatten nichts erkennen. Er fühlt, dass der Rabe ihn mit Absicht aufgeweckt, nach ihm gerufen hat. Ob es tatsächlich der Rabe war? Aber wer sollte sonst solche Geräusche machen? Vor allem, um diese Zeit?

„Aua!“ ruft Sponti, als er in der Dunkelheit über den Saugroboter stolpert und mit dem Kopf ans Fensterbrett knallt. „Ich hatte den Saugroboter doch gestern in den Putzschrank gestellt, wie kommt der den jetzt plötzlich hierher?“ murmelte Sponti. Alexa hatte mal wieder die Tür des Putzschranks geöffnet, als das Weihnachtslied Macht hoch die Tür im Radio lief. Das zumindest schien ihm die plausibelste Erklärung zu sein und das erinnerte ihn daran, dass er den Verlobungsring für Veronika noch weihnachtlich verpacken wollte. Sponti schloss die Tür des Putzschranks und ließ den Saugroboter weiter staubsaugen, bevor er das Verlobungsgedicht anfing zu dichten, inspiriert vom Mondschein: Veronika, du bist mein Sonnen- und Mondschein, willst du für immer mit mir zusammen sein?

*Krah, Krah*. Sollte dieses eigentümliche Geräusch, das abermals in sein Ohr drang, vielleicht ein Wink sein, die geplante Verlobung nochmals zu überdenken? Fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben, mehr kam ihm gerade nicht in den Sinn und kaum hatte er darüber nachgedacht, fiel er erneut über den Saugroboter. Noch während des Falls, fiel ihm bereits diese wunderschön silber glänzende Feder auf, die sich durch das geöffnete Fenster wehend auf seinem alten Sofa niederließ. Silber glänzend wie ihr Haar, er vermisste sie so sehr, ihre Umarmung und ihre Nähe. interaktive Geschichte schreiben

Um Spontis Krankenhausbett hatte sich die Ärzteschaft, unter Führung von Chefarzt Professor Dr. Brinkmann, versammelt und konnten sich das Koma von Sponti nicht erklären. “Und das Ganze nur wegen diesem Sturz, Herr Doktor“, Veronika konnte es einfach nicht fassen. Sie saß an seinem Bett und hielt seine Hand. Als die Ärzteschaft gegangen war, ließ sie ihren Gefühlen freien Lauf und unter Tränen flüsterte sie: “Sponti, bitte komm zu mir zurück!“

Veronika schloss die Tür zu Spontis Wohnung auf und während sie in Richtung Bad ging, um ein paar von Spontis Sachen einzupacken, sah sie aus dem Augenwinkel, die silberne Feder auf dem alten Sofa glitzern. *Krah, Krah*. Dieses Geräusch, das ist doch ein Rabe denkt sie noch, bevor ihr eine Hand von hinten ein Tuch mit Äther vor Mund und Nase hält und sie das Bewusstsein verliert. Veronika erwacht fröstelnd in einem dunklen Kellerraum, der nach abgestandener Luft müffelt. An ihrem Ringfinger der linken Hand entdeckt sie einen Ring, der so unglaublich schön mit kleinen Smaragden besetzt ist, die sich wie Sommersprossen aneinander reihen. Sie bewunderte den Ring ausgiebig und staunte zugleich, warum sie jetzt in diesem dunklen Raum hockte. Was ist bloß los? Ist alles nur ein Traum? Sie fragte sich, wie lange sie sich wohl schon in diesem Kellerraum befand? Sie fing an um Hilfe zu schreien.

Als die Polizei eintraf, stand die Wohnungstür weit offen. Am Boden lag das Verlobungsgedicht, daneben die silber glänzende Feder, die durch einen Luftzug vom alten Sofa aufgewirbelt worden war. Im Wohnzimmer herrschte ein völliges Durcheinander und auf dem Boden lag eine leere Schachtel. Und der Bogen Weihnachtspapier mit Glitzerstern-Motiv lag immer noch auf dem Art-Deco-Tisch, beschwert mit einem Briefbeschwerer aus durchsichtigem Kunstharz. Polizeiobermeister Huber und seine Kollegin Frau Braun konnten sich keinen Reim darauf machen, was hier vorgefallen war und warum jemand einen Einbruch meldete! Ein plötzliches Knarren unter den Füßen ließ die beiden Beamten aufhorchen. Als sie ganz genau hin hörten, vernahmen sie eine leise, schluchzend zitternde Stimme; diese Melodie kannten sie.

Veronika hatte das Schreien schon fast aufgegeben. Ihre Tränen flossen in Strömen, sie war verzweifelt und hatte Todesangst. Plötzlich hörte sie Schritte und Stimmen über sich, oder bildete sie sich das nur ein und drehte nun komplett durch? „Hallo, ist da jemand?“, Polizeiobermeister Huber schaute seine Kollegin Frau Braun an: „Haben sie das auch gehört, kam die Frauenstimme aus dem Keller?“ Absolute Stille folgte.

*Krah, Krah* „Mein Name ist Tunichunützzeug, wo ich bin herrscht Chaos und nichts ist sicher!“ *Krah, Krah* „Aber für dich ist die Liebe das, was für den Teufel das Weihwasser ist.“

Huber und Braun stehen am Eingang zum Keller, der dunkle Gang wird von einem dünnen Licht leicht erhellt. Sie rufen: „Hier ist die Polizei, ist dort jemand?“

Am Ende des Ganges sahen sie ihn, diesen verwirrten, ja fast schon bemitleidenswerten Kranken, der unaufhörlich krächzte und vor sich hin stammelte. *Love, Love, Love*. Ausgerechnet jetzt klingelte das Handy von Polizeiobermeister Huber; er stellte es leiser, wollte es ignorieren, doch das war ein Fehler. “Ich bin hier!”, schrie Veronika aus Leibeskräften als sie die Stimmen vor ihrer Türe wahrnahm, „Hilfeeee!“ interaktive Geschichte schreiben

Unterdessen im Krankenhaus

Sponti liegt immer noch im Koma und redet immerzu im komatösen Schlaf: ”Veronika, du bist mein Sonnen- und Mondschein…”. Auch im Koma vermisste er sie so sehr, ihren Geruch, ihre Nähe. Tief im Innern fühlte er, dass Veronika jetzt in diesem Moment seine Hilfe bräuchte und öffnete langsam seine Augen.

Die Rettung?

Die Kellertür war verschlossen, Polizist Huber nahm sich des verwirrten Kranken an, während Polizistin Braun durch die Tür mit der ihr unbekannten Person sprach. „Brauchen Sie Hilfe? Hier ist die Polizei, wir wurden gerufen.“ „Bitte holen sie mich hier raus. Ich wurde entführt und in diesem Keller eingesperrt!“, sagte Veronika mit erleichterter Stimme. „Versuchen sie sich von der Tür zu entfernen, ich werde versuchen sie zu öffnen“, sagte Polizistin Braun und trat mit dem Fuß gegen die Tür. Während die beiden Beamten beschäftigt waren, merkten sie nicht, dass sich eine Gestalt von hinten an die beiden heran schlich.

TO BE CONTINUED…

Die Mitschreiber: Felix, Markus, AnnaNym, Iris, Johannes, Thomas T., Thomas, Judith, Michael B., Petronilla, Melanie, Jana J.

 

Schreibe die interaktive Geschichte weiter

Jetzt bist du gefragt! Schreibe die interaktive Geschichte „Sponti und das Geheimnis des Silberfeder-Rabens“ weiter, lass deine Inspiration miteinfließen und füge dein eigenes Ende hinzu. Schick uns deine Version an support@spontacts.com oder erstelle eine eigene Aktivität, finde Mitschreiber und finde gemeinsam mit ihnen ein passendes Ende.

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