Kolumbien - ein Erfahrungsbericht

Was für ein unvergessliches Abenteuer! 2 Jahre nach meiner Reise in das südamerikanische Kolumbien träume ich noch heute von einem unvergleichlichen Karneval in Barranquilla, tropischen Nationalparks, karibischen Inseln, leidenschaftlichen Fußballspielen und einem Abenteuer im Regenwald, welches ich nie vergessen werde. Warum du also nach Kolumbien solltest und die Herzlichkeit der Kolumbianer vielleicht einzigartig ist, erfährst du jetzt.

Bogotá – Ankunft

Die kolumbianische Hauptstadt ist mit ihren rund 7,9 Mio Einwohnern definitiv ein Erlebnis. Besonders positiv in Erinnerung geblieben ist mir der Monsserate, der Hausberg Bogotás. Mit einer Seilbahn geht es den 3.152 Meter hohen Berg hinauf. An der Spitze angekommen warten nicht nur ein fantastischer Ausblick über die Stadt, sondern auch eine Kirche und diverse Einkaufsmöglichkeiten (hauptsächlich Souveniers) auf dich. Ein großes Problem der Stadt ist der Smog, welchem du dort oben entgehen kannst. Ruhe und eine Auszeit vom hektischen und pulsierenden Leben Bogotás waren mir herzlich willkommen.

Rückblickend ist Bogotá sicherlich eine Erfahrung wert, allerdings sollte mich der Rest Kolumbiens etwas mehr begeistern.

Hauptstadt von Kolumbien: Bogotá
Foto: © Spontacts GmbH

Barranquilla – Karneval & pure Lebensfreude

Es geht weiter in Richtung Karibik, in das Departamento Atlántico nach Barranquilla. Dort lernte ich zum ersten Mal die Herzlichkeit und Offenheit der Kolumbianer kennen. Mit meinem besten Freund (der halber Kolumbianer ist) durften wir bei einer typischen Familie der Mittelschicht 1 Woche wohnen, essen und teil der Gemeinschaft sein. Wir feierten bis spät in die Nacht, tranken gutes Bier und lernten Merengue und Bachata zu tanzen (in meinem Fall mehr schlecht als recht). DAS Highlight Barranquillas ist aber sicherlich der Karneval. Gefeiert wird er im Februar oder März. In unserem Fall: Anfang Februar! Welch ein Glück! Wir bestaunten zahlreiche Umzüge, Festivals (u. a. Festival de la Cerveza) und Kostüme. Eine ganz besondere Art in Kolumbien zu Feiern und mit Recht von der UNESCO zum „immateriellen Weltkulturerbe“ ernannt.

Während dieser Woche fühlte ich mich ungemein Wohl in dieser so freundlichen und bodenständigen Familie. Gegen die entwaffnete Herzlichkeit der Kolumbianer kommt man einfach nicht an.

Karneval in Barranquilla
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Parque Nacional Natural Tayrona – Campen und eine Lektion fürs Leben

Unweit der Sierra Nevada befindet sich der wunderbare Parque Tayrona. Ein 15.000 Hektar großer Nationalpark in dem es einige Camping Plätze gibt. Unser Ziel (mittlerweile waren wir zu dritt) war ein Camping Platz im Norden. Der Camping Platz Cabo San juan de Guía liegt direkt am Meer und war einen etwa 2 Stunden dauernden Fußmarsch durch den Dschungel entfernt. Während unseres 3-tägigen Aufenthalts kauften wir überteuertes Bier, unterschätzen die Strahlkraft der kolumbianischen Sonne und erkundeten die Dörfer der indigenen Bevölkerung im Dschungel.

Wir schliefen in mehr oder weniger sauberen Zelten. Eine Nacht jedoch mussten zwei von uns auf eine Hängematte ausweichen. Da ich mir in diesem Moment nicht vorstellen konnte, dass das Schlafen in einer Hängematte absolut keinen Spaß machen könnte, meldete ich mich freiwillig – wie naiv. Was soll ich sagen, versuche es lieber nicht und beharre auf ein Zelt oder zumindest eine horizontale Schlafmöglichkeit. Dein Rücken wird es dir danken. Umdrehen oder seitliches liegen ist nahezu unmöglich und nur unter großer Anstrengung durchführbar. Gott sei dank ging es danach wieder Richtung Stadt und damit in ordentliche Betten.

Du willst mehr über meine Reise nach Kolumbien erfahren?

Im zweiten Teil meines Reiseberichts erzähle ich dir von der Karibik Insel San Andrés, dem Fußball in Medellín und meinem Abenteuer am Amazonas.

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