Was ist dein Kulturprogramm in Berlin? Hier kannst du bei vielen kulturellen Freizeitaktivitäten einiges erleben.

Wenn die beiden Stichworte Berlin und Kultur zusammenkommen, dann eröffnet sich ein riesiges Kontingent an Möglichkeiten. Es gibt zahllose Orte in Berlin, um Kunst, Geschichte oder Musik zu genießen. Die Beschränkung auf fünf der besten Anlaufstellen für den kulturellen Hochgenuss kratzen zwar gerade so an der Oberfläche, stellen jedoch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm in Berlin dar. Zudem sollten sie einen guten Überblick über die reichhaltigen Angebote der Stadt geben.

Kulturprogramm in Berlin

Berlin ist vielseitig. Als einzige Hauptstadt, deren Wirtschaftsleistung unter dem Bundesdurchschnitt liegt, schafft Berlin einen ganz anderen kulturellen Mehrwert. Es ist pulsierende Metropole, multikulturelle Gemeinschaft und eine Stadt der jungen Seelen – beispielsweise wird Berlin mit den vielen Singles (über die Hälfte) und dem vielseitigen Freizeitprogramm als optimales Ziel für Alleinstehende hoch geschätzt.

Alleine schon der Verbund der „Staatlichen Museen zu Berlin“, der aus 15 Museen und vier Forschungseinrichtungen besteht, bietet ein vielfältiges Sortiment an Sammlungen aus allen Kunst- und Kulturbereichen. Geheimtipp: Mit dem Museumspass Berlin kann man alle diese Einrichtungen und 15 weitere Museen über drei Tage lang besuchen.

Ein weiteres Highlight, für das sich auch ein Ausflug nach Berlin mehr als lohnt: Einmal im Jahr findet die Lange Nacht der Museen statt. Dann öffnen 80 Museen ihre Türen, wie es der Name der Veranstaltung schon sagt bis spät in die Nacht. Für 18 Euro lassen sich beliebig viele Museen bis 2 Uhr nachts besuchen – inklusive Shuttle-Busse zwischen den Stationen.

Nun folgt unsere Top 5 der Ziele für ein ausgewogenes Kulturprogramm.

Die Museumsinsel

Die Museumsinsel gehört zum Kulturprogramm auf die to-do Liste.
Das eindrucksvolle Alte Museum liegt am Lustgarten, der zum Verweilen vor oder nach dem Besuch einlädt. (Foto: © Mari79 / Fotolia.com)

Eigentlich schon fast geschummelt. Auf der Museumsinsel südlich des Hackeschen Marktes befindet sich das Pflicht-Highlight für Kulturfans. Bei jeder Berlin-Reise ein Muss und auch für Ansässige regelmäßig einen Besuch wert. Denn auf der Insel befinden sich neben dem Berliner Dom gleich fünf Museen, die allesamt zu den besten des Landes gehören:

Museen auf der Museuminsel:

  • Das Alte Museum: Die Sammlung des Alten Museums konzentriert sich vollständig auf Artefakte der klassischen Antike. Allein schon der Teil des Münzkabinetts, in dem eine halbe Million Objekte ausgestellt sind, rechtfertigt den Eintritt. Griechische Antike und eine etruskisch-römische Sammlung machen den größten Teil des Alten Museums aus.
  • Das Neue Museum: Direkt hinter dem Alten befindet sich das Neue Museum. Der Rundgang der ägyptischen Sammlung, die nur einen Teil des Museums ausmacht, dauert bis zu zwei Stunden. Zusätzlich befindet sich hier das Museum für Vor- und Frühgeschichte und ein Teil der Antikensammlung, die tausende Artefakte aus dem Mittelmeerraum zeigt.
  • Die Alte Nationalgalerie: Fans von bildender Kunst kommen hier auf ihre Kosten. In Form von Gemälden und Bildhauerarbeiten, aus den Händen großer Namen wie Caspar David Friedrich, Edouard Manet oder Auguste Rodin ist für jeden Geschmack etwas dabei. Romantik, Realismus und Impressionismus sind stark vertreten.
  • Das Bode-Museum: Das Bode-Museum beheimatet die Skulpturensammlung, eine der größten der Welt, die Plastiken aus dem frühen Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ausstellt. Die zweite Hauptattraktion ist das Museum für Byzantinische Kunst, das alle Arten von Kunstwerken und Alltagsgegenständen aus dem Mittelmeerraum des 3. bis 15. Jahrhunderts beherbergt. Hier befindet sich auch der größte Teil des Münzkabinetts.
  • Das Pergamonmuseum: Das Herzstück der Antikensammlung, der große Pergamonaltar, ist leider aktuell nicht besuchbar. Bis etwa 2023 bleibt der Raum leider wegen Renovierungen geschlossen. Dennoch sind das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst, die sich beide im Pergamonmuseum befinden, ein Pflichtbesuch für Interessierte an nahöstlicher Kultur. Als kleiner Trost: Ein digitales 3D-Modell des Pergamonaltars lässt sich so lange online begutachten.

Nebst den großartigen Museen lädt der Lustgarten, der sich vor dem Alten Museum ausbreitet, an warmen Tagen zum Verweilen ein.

Jüdisches Museum

Das jüdische Museum ist ein besonders wichtiges Besuchsziel für deutsche und jüdische Geschichte. Die Sammlung ist riesig, das größte Museum für jüdische Kultur in Europa. Sie konzentriert sich darauf, jüdische Kultur und Geschichte in Form von Bildern und Objekten zu vermitteln. Ein Schwerpunkt ist natürlich die Zeit zwischen 1800 und 1945, in der die jüdische Gemeinschaft immer wieder das Ziel von antisemitischen Neigungen, bis die Verfolgung schließlich im Holocaust ihren tragischen Höhepunkt fand.

Einen großen Teil des Museums machen Objekte aus, die persönliche Einzelschicksale erzählen. So wie zum Beispiel Fotos und Alltagsgegenstände aus Privatbesitz. Daran werden auf exemplarische Weise die realistischen Lebenserfahrungen von jüdischen Mitbürgen in Deutschland dokumentiert. Auch Kunstwerke und religiös verwendete Objekte haben hier ihren Platz. Alleine schon von außen ist das Museum ein absolutes Highlight: Der Star-Architekt Daniel Libeskind hat eines der drei Gebäude entworfen, in denen sich die Sammlung befindet. Es sticht optisch stark aus den Kreuzberger Nachbargebäuden hervor und zieht Passanten an.

Das Museum wird hauptsächlich aus Privatsammlungen und Nachlässen gespeist. Seit ein paar Jahren liegt der Fokus verstärkt auf der Geschichte der jüdischen Gemeinschaft nach 1945 – das Museum sucht aktiv nach Exponaten und weitet damit die Sammlung thematisch aus.

Fotografie-Museum

Das Interesse an der Fotografie als Hobby und Kunstform ist heutzutage unverändert groß. Sofern ist es kein Wunder, dass das Berliner Museum der Fotografie zu einer der bestbesuchten Institutionen gehört. In direkter Nähe zum zoologischen Garten kommen dort sowohl Fotografen als auch Fans der jeweils ausgestellten Themen auf ihre Kosten. Bis Ende August steht in einer neuen Ausstellung noch das Thema Bauhaus im Fokus. Ab Oktober wird eine große Ausstellung zu Ehren des Stuttgarter Nachkriegsfotografen Ludwig Windstosser eröffnen.

Als Museum ist es bei weitem nicht so geschichtlich orientiert wie die klassischen, anthropologischen Museen Berlins. Die ausgestellten Sammlungen wechseln regelmäßig, so dass sich mehrmals im Jahr ein erneuter Besuch lohnen kann. Das Kernstück des Museums ist die Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek, in der im Kaisersaal die Highlights des Archivs ausgestellt sind. Über 160.000 Bilder aus der gesamten Geschichte der Fotografie bis zum Ende des 20. Jahrhunderts komplettieren die Sammlung. Die Dauerausstellung im Erdgeschoss, die bereits seit seinem Tod im Jahr 2004 fester Bestandteil des Museums ist, dokumentiert Leben und Werke des in Berlin geborenen Starfotografen Helmut Newton.

Deutsche Oper Berlin

Kunst und Kultur muss nicht immer eintönig in Museen betrachtet werden. In Form der Musik lassen sie sich in den Berliner Opern ganz lebendig erfahren. Die größte darunter ist die Deutsche Oper in der Charlottenburger Bismarckstraße. Opern, aber auch Ballett, Konzerte, Musiktheater und vieles mehr lassen sich dort stilecht genießen. Sowohl echte Klassiker wie Inszenierungen und Adaptionen von Verdi und Shakespeare, als auch modernste Erstaufführungen füllen den Spielplan der Oper. Hamlet, Romeo und Julia und Otello sind in dieser Saison die Hauptattraktionen. Die Preiskategorien gehen dabei übrigens kräftig auseinander – je nach Platzwahl schwankt der Eintritt zwischen etwa 20 und 100 Euro. Die Oper ist also sowohl für Gelegenheitsbesucher, aber auch für einen prunkvollen Kulturabend geeignet.

Street Art in Berlin

Auch Streetart gehört zum Stadtbild und damit defintiv zu deinem Kulturprogramm in Berlin.
Street Art und Graffiti ist ein wichtiger Teil der Berliner Kunstszene. (Foto: Alessandro Biascioli / Fotolia.com)

Kunst hatten wir schon zur Genüge, aber immer nur innerhalb der Museumsmauern. Aber so ganz wird das dem lebhaften Geist Berlins als Metropole aber nicht gerecht. Die moderne Street-Art, eine Spielart der Kunst die – eng mit der Graffiti-Szene verwandt – macht ganz Berlin zur Leinwand und Spielwiese der Künstler. Dabei hat das wenig mit ungehobelten, jugendlichen Schmierereien an Hauswänden zu tun. Überall in der Stadt verteilt findet man Verschönerungen, deren Urheber zum Teil mittlerweile weltbekannt sind. So findet man beispielsweise am Kreuzberger Mehringplatz und am Urban Nation Museum in Schöneberg riesige Werke an Wänden, gestaltet von Shepard Fairey. Wem der Name nicht geläufig ist: Er hat unter anderem Obamas Change-Wahlkampagne mit seinen Entwürfen unterstützt.

Wenn an anderen Orten, wie beispielsweise der Urban Art Biennale im Saarländischen Völklingen, Street-Art Werke gesammelt ausgestellt werden müssen, kann man sie in Berlin hautnah als fester Teil der pulsierenden Lebensader erleben. So gibt es geführte Touren durch die Stadt, die von Werk zu Werk durch die Straßen ziehen. So kannst du die berühmtesten Bilder problemlos auffinden.

Finde jetzt Mitmacher für dein Kulturprogramm in Berlin!

Wenn du noch nach Mitinteressierten suchst, die mit dir etwas Kultur im Fotomuseum, auf der Museumsinsel oder an anderen Orten in der Hauptstadt besuchen, dann findest du diese ganz einfach hier:

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