Lerne die Natur in Afrika kennen. Vielfalt und atemberaubende Farbwelten warten auf dich.

Für Natur- und Tierfreunde gilt Afrika als Paradies schlechthin. Der schwarze Kontinent hat sich bis heute in weiten Teilen seine ursprüngliche Landschaft bewahrt und begeistert mit einer beinahe beispiellosen Artenvielfalt. Es gibt heute unzählig viele Möglichkeiten, um die Natur Afrikas zu erleben.

Afrika ist reich an natürlichen Kontrasten

Afrika hat eine beeindruckende Nord-Süd-Ausdehnung, die sich über insgesamt 9000 Kilometer erstreckt. Sie sorgt dafür, dass der Kontinent gleich von mehreren Klimazonen geprägt wird. Während sich zum einen Wüste und Berge abwechseln, warten zum anderen Savanne und Regenwälder darauf entdeckt zu werden. Entlang der Grenzen des Kontinents gibt es immer wieder beeindruckende Küstengebiete, die die Besucher fesseln. Das Innere des Kontinents wird regelmäßig von Flüssen und Seen durchzogen, die natürlich der Lebensmittelpunkt von Mensch und Tier sind.

Afrika ist aber nicht nur ein Kontinent der Vielfalt, sondern auch der Extreme. So wechseln sich die schneebedeckten Gipfel der Hochgebirge mit den schier nie enden wollenden Wüstenlandschaften ab. Die unterschiedlichen Landschaftsformen und die klimatischen Besonderheiten wirken sich auch auf die Vegetation aus, die Reisen durch Afrika unweigerlich begleitet. Die wohl bekannteste Pflanzenart des Landes ist der Fynbos. Das feingliedrige Gebüsch gehört zu den kleinsten Pflanzen, die es weltweit gibt und hat sich ideal an die Umgebung und Landschaft angepasst.

Er ist zum Wahrzeichen der Kapensis geworden. Sie gehört zu den südlichsten afrikanischen Regionen und reicht fast bis zum bekannten Kap der guten Hoffnungen. Geschickt wechseln sich in der Region südliche Gebirge und Küstenebenen ab. Es scheint beinahe so als habe sich dieses Gebiet vom Rest des Kontinents abgeriegelt. So gibt es hier rund 15.000 bis 20.000 verschiedene Blütenpflanzen. Am besten lässt sich die Region bei einer ausgedehnten Outdoortour entdecken. Selbst der Regenwald im Zentrum des Kontinents ist keineswegs artenreicher.

Afrika präsentiert grandiose Naturgebiete und Nationalparks

Die Natur in Afrika sucht seinesgleichen.
Die Natur in Afrika sucht seinesgleichen. (Foto: © ArtushFoto – stock.adobe.com)

Um der Natur Afrikas so nah wie möglich zu kommen, lohnt sich die Reise in einen der Nationalparks des Landes. Die Gebiete wurden unter Schutz gestellt, um sie in all ihrer Pracht und Vielfalt auch für die kommenden Generationen zu erhalten. Jeder Einzelne von ihnen ist sicherlich einen Besuch wert, zumal überall Safaris angeboten werden. Zu den Favoriten gehört der Addo-Elefanten-Nationalpark in Südafrika. Ein Abstecher in den Park kann hervorragend mit einer Reise entlang der Garden Route verbunden werden.

Bekannt ist das Schutzgebiet natürlich in erster Linie für die zahlreichen Elefanten, die hier leben. In den letzten Jahren gab es aber auch ein umfangreiches Wiederansiedlungsprogramm, sodass heute auf den zahlreichen Safaris auch Löwen und Nashörner zu sehen sind. Der Addo-Elefanten-Nationalpark gehört zu den wenigen des Landes, die ebenso weite Küstenteile einnehmen. Hier haben Besucher die Möglichkeit einen Blick auf Haie und Wale zu werfen.

Es gibt zwei generelle Möglichkeiten, wie der Park entdeckt und besichtigt werden kann. Wie erkundest du die Natur in Afrika lieber? Zum einen können die Besucher natürlich an einer der Safaris teilnehmen. Zum anderen gehört der Nationalpark aber zu den Wenigen, die ihren Besuchern die Möglichkeit bieten, das Gebiet selbständig mit einem Mietwagen zu bereisen.

In Kenia lohnt der Amboseli Nationalpark

Viele Afrika-Urlauber nehmen die Reise nach Kenia auf sich. Das Land hat sich zu einem der Aushängeschilder des Kontinentes entwickelt und ist touristisch mittlerweile recht gut erschlossen. Der Amboseli Nationalpark gehört zu den bekanntesten Zielen Kenias und spricht vor allem die unzähligen Naturfreunde an, die jedes Jahr kommen.

Der Nationalpark erstreckt sich am Fuße des im Nachbarlandes Tansania liegenden Kilimandscharo und ist Lebensraum unzähliger Tiere. Wer sich genügend Zeit nimmt, die Region zu bereisen, kann nicht nur Giraffen in ihrem natürlichen Lebensraum entdecken. Hier leben auch allerhand Elefanten. Der Amboseli Nationalpark gehört zu den Letzten des Landes, in dem auch sehr alte Elefanten heimisch sind, sodass sich das Sozialverhalten wunderbar feststellen lässt.

Während des Streifzuges durch den Nationalpark bietet sich immer wieder die Gelegenheit einen Blick auf den Kilimandscharo zu werfen. Die Gipfel des Berges sind auch tagsüber mit Schnee bedeckt und sind eines der begehrtesten Fotomotive der Region.

114 verschiedene Säugetiere im Etosha Nationalpark

Für seine Ursprünglichkeit und Naturschönheit ist der Etosha Nationalpark in Namibia weit über die Grenzen Afrikas hinaus bekannt. Das Land ist Heimat unzähliger Wildtiere. Vor allem die verschiedensten Raubtiere und Antilopen haben sich hier über die Jahrhunderte hinweg niedergelassen und sorgen für Leben in der rauen Natur.

Die Kontraste, die der Etosha Nationalpark mitbringt, lassen sich hier bis heute hautnah verfolgen. Während die afrikanische Tierwelt hier mit ihren rund 114 verschiedenen Säugetierarten ausgesprochen vielfältig ist, zeigt sich die Natur von ihrer spärlichen Seite. Gerade in der Trockenzeit wirkt die Landschaft eher karg und langweilig. Doch genau diese Zeit ist ideal, um die Tiere des Parks zu beobachten. Während der Trockenzeit versammeln sich unzählige Tiere an den Wasserstellen des Parks. So siehst du eine ganz andere Seite der Natur in Afrika.

Afrika ist nicht nur als Tourist eine Reise wert

Zweifelsohne bieten sich viele Möglichkeiten, Afrika zu entdecken. Viele lernen den schwarzen Kontinent im Rahmen einer Reise kennen. Einige packt das Afrikafieber und sie kommen regelmäßig wieder. Wer aber nicht nur für wenige Wochen in Afrika bleiben möchte, sondern den Kontinent und seine Menschen mit all ihren Facetten kennenlernen will, entscheidet sich am besten für eines der zahlreichen Angebote zur Freiwilligenarbeit. Sie wird in vielen afrikanischen Ländern angeboten.

 Mann macht Zement mit einer Schaufel in Uganda, Afrika.
Foto: © Dennis – stock.adobe.com

Freiwilligenarbeit ist in Afrika auf ganz unterschiedlichen Ebenen möglich, sodass sich wahrscheinlich für alle Vorlieben der passende Job finden lässt. Neben der Volontärarbeit in verschiedenen Nationalparks sind auch die internationalen Hilfsorganisationen, die in vielen afrikanischen Dörfern präsent sind, ein optimaler Ansprechpartner.

In vielen Bereichen stehen die Freiwilligen den Experten der Hilfsorganisationen zur Seite und helfen beispielsweise beim Aufbau von Schul- und Kulturangeboten. Eine sehr beliebte Einsatzmöglichkeit ist ebenso der medizinische Bereich, in dem Freiwillige verschiedene Hilfsangebote in Anspruch nehmen. Meistens bieten sich bei den Organisationen Stellen für mehrere Volontäre. Dabei helfen gerade junge Menschen aus den verschiedensten Nationen den Hilfsorganisationen, sodass die Freiwilligenarbeit eine hervorragende Möglichkeit ist, um Menschen verschiedenster Kulturen kennenzulernen.

Rundreisen durch verschiedenste Länder

Afrika ist viel zu vielfältig und kontrastreich, um sich lediglich auf ein Land zu besinnen. Jedes Land hat seine Eigenheiten und bietet die Möglichkeit ganz unterschiedliche Facetten der Kultur aufzusaugen. Während Viele ein Roadtrip durch Australien wegen seiner unvergleichlichen Strände lockt, hat Afrika mit seiner Vielseitigkeit sehr viel mehr zu bieten. Hier warten nicht nur Strände, sondern auch Wüsten, einzigartige Architektur, Weinberge, tiefgehende Kultur und allgemein eine einzigartige Flora. Natürlich kann während einer Rundreise nicht der komplette Kontinent besucht werden. Es bietet sich aber die Möglichkeit, eine Auswahl an Ländern in einer mehrwöchigen Reise zu entdecken.

Die Tierwelt und Natur in Afrika bei einer Safari erkunden ist ein absolutes Must Do!
Foto: © Volodymyr Shevchuk – stock.adobe.com

Im Fokus der Rundreisen stehen natürlich die typischen Safariziele des Kontinents. So erlebst du die Natur in Afrika hautnah. Gerade der Serengeti Nationalpark in Tansania zählt zu den Aushängeschildern Afrikas. So bekommen Besucher hier die Gelegenheit, den Big Five auf die Spur zu kommen. Besonders lohnenswert ist ein Besuch der legendären Masai Mara. Sie ist Teil des Serengeti-Ökosystems und beheimatet in den Wochen von August bis September die größte Ansammlung von Wildtieren.

Neben Tansania gehört Kenia zu den Klassikern. Auch hier ist es vor allem die vielfältige Tierwelt, die die Besucher anlockt und fasziniert. Ihr steht mit Mombasa eine echte Millionenstadt gegenüber, die kontrastreicher kaum sein könnte. Mombasa ist eine bunte Metropole, die entscheidend durch die Lage am Indischen Ozean geprägt wird.

Familien mit Kindern bereisen dagegen vorwiegend Südafrika. Das Land im Süden des Kontinents ist nicht nur für das Kap der guten Hoffnungen, sondern auch für seine unzähligen kinderfreundlichen Angebote bekannt. Hauptausflugsziel ist natürlich der Krüger-Nationalpark, der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.