Fallschirmspringen - Bericht von unserem Spontifex Ulrike

Wolltest du schon immer wissen, wie es sich anfühlt, auf die Erde hinabzufallen? Wenn dir dabei die atemberaubende Landschaft immer näher kommt und Adrenalin dir wie wild durch die Adern schießt? Na, dann kommst du nicht um den tollen Erfahrungsbericht von unserem Spontifex Ulrike herum! Sie hat mit anderen Spontis den freien Fall aus 4.000 Metern Höhe gewagt und erzählt nun, was diese lebensändernde Erfahrung für sie bedeutet hat. Mach es dir gemütlich und versinke in Ulrikes Erzählung vom Fallschirmspringen!

Skydiving, der unbeschreibliche Adrenalinkick über den Wolken

Mit zunehmendem Alter wird man ja immer schmerzfreier, habe ich festgestellt. Man tut Dinge, an die man früher noch nicht einmal im Traum gedacht hat. Und das Beste: Man findet Begeisterung daran und kann gar nicht anders, als weiter zu machen.

Angefangen hat es damit, dass ich auf meiner Bucket List den Punkt Tandemfallschirmsprung stehen hatte und diesen nun dringlichst angehen wollte. Zum Leidwesen meiner Spontacts-Freunde liegen erfahrungsgemäß zwischen meinen Ideen und deren Umsetzung nur Stunden, allenfalls wenige Tage. Somit legte ich los und habe im Internet nach Sprungplätzen in Nordrhein-Westfalen mit positiven Erfahrungsberichten gesucht. Mitunter habe ich auch ein paar Anrufe getätigt, wie zu einem befreundeten Skydiver. Und schon stand fest, dass wir uns in die Obhut von Skydive Stadtlohn und deren erfahrene Tandemmaster begeben würden. Das Sahnehäubchen war ein Sondertarif, den man uns als Spontacts-Gruppe gegenüber den normalen Sprungtarifen gewährte.

Ulrike am Absprungplatz
Foto: © Spontacts GmbH

Ich fühlte mich auf dem Sprungplatz besonders gut aufgehoben, weil Safety First gilt. So habe ich mehrfach erlebt, dass aufgrund dichter Wolkendecke oder aufkommender starker Windböen der Sprungbetrieb eingestellt wurde, während an anderen Plätzen weiter gesprungen wurde. Mit Picknickdecke, Proviant im Gepäck sowie leichter Nervosität gepaart mit Vorfreude ging es Richtung Stadtlohn.

Dort angekommen, meldeten wir uns am Empfang, unterschrieben ein paar Dokumente ähnlich wie vor einer OP. Dann ging’s auch schon ans Anziehen des Sprunganzuges. Wir bekamen ein kurzes Sicherheitsbriefing am Boden und schon wurde uns ein Tandemmaster zugeteilt. Da wir diesen extra gebucht hatten, gesellte sich ein Fotograf an unsere Seite, der uns exklusiv bei den Vorbereitungen am Boden, im Flugzeug, beim Fallschirmspringen und anschließend bei der Landung fotografiert oder filmt. Mit Tandemmaster und Fotograf liefen wir dann zum Flugzeug, einer Caravan. Dann nahmen wir mit insgesamt ca. 12 Personen auf dem Boden platz. Schon war es soweit! Die Caravan hob ab und wir erklimmten 1.000 Meter Höhe, dann 2.000 Meter, 3.000 Meter, und genossen mit pochendem Herzen die Aussicht von oben…

Der Sprung

Fallschirmspringen Fotograf
Foto: © Spontacts GmbH

Ich kann es eigentlich nicht in Worte fassen, was für Gefühle mich übermannten, als in 4.000 m Höhe plötzlich das Rolltor der Caravan aufging, der Wind mit ohrenbetäubendem Lärm in die Caravan rauschte und mein Tandemmaster mich auf dem Hosenboden in Richtung Rolltor und Abgrund vorschob. Dabei flatterte der frei mitspringende Fotograf bereits draußen nur an einem Haltegriff der Caravan hängend im Wind und wartete auf meinen Abflug. Oh mein Gott! Mir pochte das Herz bis zum Hals und das, obwohl es dieses Jahr schon der zweite Tandemfallschirmsprung für mich war. Ich wusste doch eigentlich schon, was mich erwartete. Das machte es aber nicht weniger atemberaubend und aufregend!

Als ich vorne am Exit saß und meine Beine schon in der Luft baumelten, ging eigentlich alles sekundenschnell vonstatten. Es hieß Kopf zurück an die Brust des Tandemmasters und ab in den freien Fall mit 54 Sekunden Dauer bei 200 km pro Stunde. Ich sah die Sonne, weiße Wolken um mich rum. Spürte den Druck des Windes an meinem Körper und vor allem am Kopf. Vor mir der Fotograf in seinem orangefarbenen Anzug, der zum Handshake auf mich und meinen Tandemmaster zugesteuert kam. Er reflektierte mir, wie ich wohl selbst über den Wolken im freien Fall flattern musste.

Ulrike beim Sprung
Foto: © Spontacts GmbH

Ein unbeschreibliches Glücksgefühl durchströmt einen, jegliche Angst ist verflogen, der Moment der maximalen Gefahr ist der Moment der geringsten Furcht“, sagte Will Smith, nachdem er selbst Fallschirmspringen war. Dem kann ich nur zustimmen!

Adrenalinausstoß pur, dann ein Ruck, das rasante Fallen fand ein abruptes Ende, denn mein Tandemmaster hatte bei 1.700 m den Fallschirm gezogen. Und dann… himmlische Ruhe! Mein Tandemmaster gab mir die Griffe des Fallschirms mit den Worten „Halt mal“ in die Hand und lockerte die sehr straff gezogenen Haltegurte, mit denen ich an ihm festgeschnallt war. Dann übernahm er wieder die Führung des Fallschirms und drehte ein paar Pirouetten mit mir in der Luft. Von oben sah die Welt so toll aus! Man konnte sich endlich wieder unterhalten, was im freien Fall nicht möglich war. Dabei konnten meine Mundwinkel gar nicht mehr anders, als sich zu einem fetten Dauergrinsen zu formieren.

Wir schwebten in ca. 5 Minuten dem Landeplatz entgegen. Ich landete, wie ich es im Briefing gelernt hatte, auf dem Allerwertesten, während mein Tandemmaster auf den Füßen landete. Und ab da, ohne Worte. Das Adrenalin wich aus meinem Körper und ich verharrte in einem Moment der Ungläubigkeit, mich das getraut zu habe. Gleichzeitig wurde ich übermannt von Glücksgefühlen, war aber auch traurig, dass es schon vorbei ist. Und schon kam der Wunsch in mir auf, mit dem nächsten Flieger wieder nach oben zu gehen und noch einmal zu springen.

Was sagen die anderen?

Andere Teilnehmer am Sprungplatz
Foto: © Spontacts GmbH

In all den Bildern sind die visuellen Eindrücke von den anderen Spontis und mir abgezeichnet, denn Fotos mit glückseligen Gesichtern sagen mehr als Worte.

Neben dem eigentlichen Fallschirmspringen Erlebnis, ist der Sprungplatz in Stadtlohn auch für Zuschauer immer eine Reise wert. Es herrscht eine unheimlich relaxte Stimmung, Skydiver sind schon ein sehr angenehmes Völkchen. Bierzeltgarnituren und Wiesen laden dazu ein, den ganzen Tag dort entspannt zu verbringen. Dabei kann man den Springern beim Briefing, Landen und Berichterstatten zusehen oder zuhören. Nebenbei können Zuschauer den Schülern, die dort ihre Ausbildung machen, beim Fallschirmzusammenfalten zusehen. Oder betrachten, wie sie im „Übungsgalgen“ Trockenübungen für den Ernstfall absolvieren.

Die Crew, Fotografen und die Tandemmaster liebten unsere Spontacts-Gruppen, da wir in der Sprungsaison 2018 mehrfach mit einem umfangreichen Picknick anrückten und so allen immer einen unvergesslichen Tag beschert haben.

Absprung eines anderen Teilnehmers
Foto: © Spontacts GmbH

Uns selbst natürlich am allermeisten! So sagte ein teilnehmender Sponti: „Der freie Fall aus 4.000 m Höhe… einfach unbeschreiblich. Der Moment, in dem sich der Schirm öffnet und die Stille und das Dahingleiten anfangen… einfach wundervoll!!!“

Ein anderer fasst es so zusammen: „Die Grenzenlosigkeit des freien Falls entlädt sich in grenzenlosem Glücksgefühl und purer Euphorie.“

Es hatte also jeder Sponti ein wunderschönes Erlebnis und einen großartigen Tag!

Zukunftsaussichten puncto Fallschirmspringen?

Ulrike und Teilnehmer vor dem Fallschirmspringen
Foto: © Spontacts GmbH

Da es so viel Spaß macht, hatten wir schon einige Wiederholungstäter. Für mich selbst ist jetzt allerdings Schluss mit Tandem Fallschirmspringen. Mich hat es so gepackt, dass ich im April 2019 im wahrsten Sinne des Wortes meine Zelte in Stadtlohn aufbauen werde. Dort werde ich binnen acht Tagen sowohl die Groundschool- als auch AFF (Accelerated Free Fall)- Ausbildung absolvieren. Das heißt, ich erhalte an einem Samstag das theoretische Wissen und springe an dem Sonntag drauf dann erstmalig in der Begleitung von zwei Lehrern alleine. Insgesamt müssen sieben Level, also sieben Sprünge mit spezifischen Aufgaben, durchlaufen und bestanden werden. Ab Sprung Nummer acht springt man dann ganz alleine.

Nach mindestens 23 Sprüngen bzw. wenn man sich sicher genug fühlt, meldet man sich zur theoretischen und praktischen Prüfung zum lizenzierten Fallschirmspringer beim Deutschen Fallschirmverband an. Mit der bestandenen Prüfung darf man dann weltweit springen!

Für mich eine Riesenherausforderung und ein weiterer Meilenstein im Bestreben, meine eigene Komfortzone häufiger einmal zu verlassen und meine Glücksgefühle zu maximieren.

Ich werde somit 2019 noch häufiger auf dem Sprungplatz anzutreffen sein als 2018 und freue mich auf alle Wiederholungstäter und neuen Mitmacher. Vielleicht gesellt sich ja auch noch jemand zu mir und macht zusammen mit mir die Ausbildung?
Lasst es Euch gutgehen! Viel Spaß mit Spontacts und bis zum Auftakt der Sprungsaison 2019 im April!

Lust auf Skydiving bekommen?

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ulrike für diesen wundervollen, ausführlichen Bericht und die atemberaubenden Bilder, die wirklich für sich sprechen. Hast du bei den ganzen Eindrücken jetzt auch unbändige Lust auf Fallschirmspringen und grenzenlose Freiheit bekommen? Dann schnapp dir doch ein paar Mitspringer und sieh dir die Welt einmal von oben an!

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Titelbild: © Spontacts GmbH