Teamfoto des Spontacts-Teams mit Florian nachdem wir den Spontacts Gründer im Interview hatten

Einer der Spontacts Gründer, Florian, kam bei uns im Büro vorbei. Da haben wir natürlich die Gunst der Stunde genutzt und ihm 7 Fragen gestellt:

Florian, schön, dass du wieder aktiver Teil der Spontacts Familie bist. Was hast du seit deiner Zeit bei Spontacts gemacht? Wohin hat es dich verschlagen?

Danke für den warmen Empfang! Ich freue mich auch über die Rückkehr. Nach meinem Ausstieg bei Spontacts vor bald 5 Jahren bin ich erst mal für 4,5 Monate quer durch Südamerika gereist. So richtig klassisch mit großem Rucksack, einigen Fixpunkten auf der Reise, aber ohne Plan. Das war eine super Erfahrung, und wichtig, um mich auf die neue Phase in meinem Leben einzustimmen. Denn die Zeit bei Spontacts war sehr intensiv, und hat jahrelang große Teile meines Lebens bestimmt. Da kann man nicht einfach so von einem Tag auf den anderen einen Hebel umlegen. Nach der Reise habe ich dann einige Monate lang Android-Apps entwickelt, und verschiedene Startups bei ihren ersten Schritten unterstützt. An einem Hackathon kam ich dann über Umwege zu meinem aktuellen Job: Seit 3,5 Jahren arbeite ich an der Swisscom Enterprise Cloud, inzwischen als Product Owner. Nebenbei bin ich an die Cloud, inzwischen als Product Owner. Nebenbei bin ich an die Universität Zürich zurückgekehrt, diesmal im Rahmen einer Weiterbildung zum Thema Big Data und Machine Learning. Das ist auch der Bogen zurück zu Spontacts: Meine Abschlussarbeit schreibe ich bei Spontacts.

Du wirst das Team mit deinem Fachwissen ab sofort wieder unterstützen. Wie fühlt sich das an, wieder Teil seines eigenen „Babys“ zu sein?

Es ist ein tolles Gefühl, vielleicht am ehesten mit einer Rückkehr nach Hause zu vergleichen. Natürlich hat sich einiges verändert, und im aktuellen Team sind viele für mich neue Gesichter, aber der Groove ist der gleiche geblieben. Es macht Spaß zu sehen, dass das Fundament, das wir damals gelegt haben, bis heute getragen hat. Und natürlich ist es spannend zu sehen, welche Entwicklung Spontacts seither durchgemacht hat – und demnächst noch machen wird. Da ich jetzt wieder an der Quelle sitze, habe ich natürlich auch einige Dinge gesehen, über die ich noch nicht öffentlich sprechen kann… nur so viel sei schon mal verraten: Unsere Spontis können sich freuen, die nächsten Monate werden spannend!

Wir dürfen ab sofort wieder auf deine Mitmacher-Skills setzen. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Die Abschlussarbeit ist Teil des Certificate of Advanced Studies, und dafür habe ich mir einige Ideen zu spannenden Themen gemacht. Machine Learning bietet viele neue Möglichkeiten, entsprechend kreativ waren die Ideen. Eine davon war, zusammen mit einer Studien-Kollegin einen Übersetzer Frau <-> Mann zu bauen. Auch eine Art intelligentes Tamagotchi, das auf die aktuelle Stimmung des Benutzers reagiert, war auf der Liste. Und eben auch, die Ausschreibung von Aktivitäten zu analysieren, und daraus eine Prognose über die zu erwartete Teilnehmerzahl zu erstellen. Mit dieser Idee habe ich dann Florian und Dennis kontaktiert. Sie waren begeistert von der Idee. Nachdem ich dann auch das Einverständnis von meinem Professor hatte, kam ich nach München, um die Details der Zusammenarbeit zu besprechen – und natürlich auch um den persönlichen Kontakt zu dem Team aufzufrischen!

Florian erklärt uns sein Vorhaben.
Spontacts Gründer Florian erklärt uns sein Vorhaben. (© Spontacts GmbH)

Was erhoffst du dir von der Zusammenarbeit? Welchen Nutzen haben dabei die Spontacts Nutzer?

Ich beschäftige mich mit der Frage, welche Eigenschaften einer Aktivität am meisten zu deren Erfolg beiträgt. Einige Dinge (wie Kategorie, Titel, Ort) sind offensichtlich, aber welchen Einfluss haben z. B. der Wochentag, oder ob der Organisator / die Organisatorin ein Profilbild hat? Je mehr wir darüber wissen, desto besser können wir insbesondere neue Mitglieder dabei unterstützen, Mitmacher zu finden.

Neben dieser Analyse möchte ich ein neuronales Netzwerk darauf trainieren, den Erfolg einer Aktivität vorauszusagen. Daraus könnte sich eines Tages eine Funktionalität entwickeln, die im letzten Schritt zum Erstellen einer Aktivität eine Prognose über die Anzahl Teilnehmer gibt. Auch das würde die Hürde für neue Benutzer senken, und gleichzeitig Organisatoren mehr Zeit geben, die Aktivität passend vorzubereiten. Aber das ist Zukunftsmusik – wie gut eine solche Prognose funktioniert, kann ich momentan noch nicht sagen. Und selbst wenn sie treffgenau sein sollte, müsste sie erst noch den Weg vom akademischen Prototypen in ein fertiges Produkt finden.

Sicherlich hat sich in den letzten paar Jahren einiges auf Spontacts getan. Bist du heute noch aktiver Sponti und suchst Mitmacher für neue Aktivitäten?

Ja, die Plattform, das Team und nicht zuletzt auch die Benutzer haben sich weiterentwickelt! Spontacts ist heute in mehr Städten vertreten als je zuvor, gleichzeitig sind die „alten“ Städte nach wie vor sehr aktiv. Ich weiß dies aus eigener Erfahrung: Meine neue Freundin habe ich Ende letztes Jahr auf einer Aktivität kennengelernt, zu der sie via Spontacts kam.

Wie beurteilst du, als Spontacts Gründer, den Wandel der Plattform der letzten Jahre?

Der Betrieb der Plattform hat sich ganz klar professionalisiert. Hier stehen inzwischen Werkzeuge zur Verfügung, von welchen wir früher nur träumen konnten. Dies ist wichtig für das Bestehen der Plattform, denn diese Werkzeuge helfen beim Optimieren der Einnahmen. Es geht aber nicht nur um das Finanzielle; die Benutzer profitieren von diesen Werkzeugen auch direkt, zum Beispiel durch einen besseren Support, oder durch eine gezieltere Weiterentwicklung von Spontacts.

Offensichtlich ist das Wachstum in andere Städte. Es ist toll zu sehen, dass die Idee auch an anderen Orten funktioniert, und dass es so immer mehr Möglichkeiten gibt, auch bei Besuchen in fremde Städte nette Leute aus der Region kennen zu lernen.

Der Wandel in der Entwicklung der Plattform und der Apps ist vielleicht weniger gut sichtbar, da sich an der Benutzeroberfläche wenig geändert hat. Positiv ist auf jeden Fall, dass die Entwicklung inzwischen vollständig inhouse erfolgt, also keine externen Dienstleister bemüht werden müssen. Das sichert die Qualität und Flexibilität für die Zukunft. Trotzdem wäre es aus Sicht der Benutzer natürlich wünschenswert, wenn in Zukunft mehr neue Funktionen eingebaut würden. Hier kann ich nur sagen: Lasst euch überraschen!

Wie glaubst du sieht die Zukunft von Spontacts aus?

Mehr Städte, mehr Mitmacher – und mehr und bessere Funktionen! Das Wichtigste ist aber, dass Spontacts auch in Zukunft das sein wird, was die Mitmacher und Mitmacherinnen daraus machen. Eure Kreativität, Motivation und Begeisterung ist nach wie vor der wichtigste Bestandteil von Spontacts!

Das ist doch ein tolles Schlusswort! Das sehen wir ganz genauso und freuen uns auf das gemeinsame Projekt und natürlich auf weitere Besuche. In diesem Sinne, vielen Dank an den Spontacts Gründer Florian und bis hoffentlich bald!