Sport in der Gruppe macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch die Freundschaft.

Beim Sport bist du im Grunde genommen nie ganz alleine. Nicht nur wegen der unzähligen, mehr oder weniger Fitness-Begeisterten, mit denen du dir möglicherweise die Geräte im Fitness-Studio teilst. Sondern auch wegen des berühmt-berüchtigten inneren Schweinehunds, der dich wie viele andere Leute mit sportlichen Aktivitäten begleitet. Der lässt sich alleine oft nicht überwinden – Grund genug also, sich ihm gemeinsam als Gruppe zu stellen und zusammen an der Fitness zu arbeiten.

Fitness in der Gruppe: Individuelle Bedürfnisse, gemeinsame Ziele

Jeder Mensch ist anders, jeder hat ganz individuelle Bedürfnisse, Vorlieben und Voraussetzungen – selbstverständlich auch dann, wenn es um Sport und Fitness geht. Während es dich nach draußen in die freie Natur zieht, um dort zu wandern oder deine Laufrunden zu drehen, fühlen sich andere besser im Fitness-Studio aufgehoben.

Daneben spielen oft praktische Gründe eine Rolle, das Training lieber alleine und nicht in einer Gruppe zu absolvieren: Terminabsprachen sind nicht notwendig, du kannst deinem Sport nachgehen, wann immer dir danach ist. Du kannst dich ganz auf dich selbst konzentrieren und gerätst erst gar nicht in die Verlegenheit, dich von den Höchstleistungen anderer beeindrucken zu lassen.

Umgekehrt haben deine Mitsportler mit größter Wahrscheinlichkeit sehr ähnliche Ziele wie du: Etwas für den Körper und die Gesundheit tun, sich fitter fühlen und unter Umständen auch trainierter aussehen. Und mit ebenso großer Wahrscheinlichkeit haben sie ähnliche Probleme wie du, allen voran die leidige Sache mit der Motivation.

Mehr Community, mehr Motivation

Zumindest langfristig dürfte es immer wieder Tage geben, an denen trotz deiner sonstigen Fitness-Begeisterung, Lust und Laune schon fest auf der Couch geparkt sind und sich zu keinerlei sportlichen Aktivität mehr überreden lassen. Trainingspläne oder das Wissen darum, wie wichtig Regelmäßigkeit für effektiven Sport ist, sind dann auch keine Argumente, die etwas bewirken könnten.

Ein Trainingspartner oder eine Trainingsgruppe bringt in solchen Situationen eine andere Dynamik in einem Motivationstief. Wenn du weißt, dass sich jemand auf dich und deinen Einsatz verlässt, findest du eher die Kraft, dich in deine Sportklamotten zu werfen und gemeinsam etwas für eure Fitness zu tun. Das funktioniert natürlich ebenso gut im umgekehrten Fall. Mit gegenseitiger Motivation überwindet ihr die Unlust viel leichter – und habt anschließend zusammen Spaß.

Sport in der Gruppe bringt dich zum Lachen.
Mehr Motivation, mehr Spaß: Gemeinsam ist Sport einfach besser – egal, wie viele ihr seid.
(Foto: © SolisImages – stock.adobe.com)

 

Je größer die Gemeinschaft ist, in der du deinem Sport nachgehst, desto größer die Wahrscheinlichkeit, jemanden zu finden, der dich begleitet. Ansonsten ist Verlässlichkeit eine Grundvoraussetzung für gemeinsame Fitness-Einheiten. Die lässt auch gar keinen Platz für faule Ausreden.

Warum Sport und Fitness in der Gruppe so viel besser sind

Tatsächlich werden Gruppentrainings als Alternative zu Solo-Einheiten im Studio oder auf der Laufstrecke immer wichtiger – und interessanter. Das hat verschiedene Gründe, die allesamt dazu beitragen, dass das gemeinschaftliche Erlebnis beim Sport für sehr viel mehr Freude sorgt. Von besseren Leistungen einmal ganz abgesehen.

Grund #1: Keine Fitness ohne Competition

Sport lebt vom Wettbewerb und vom Vergleich der Sportler untereinander. Im Fitness-Bereich ist das nicht anders. Die Leistungen von anderen motivieren dich selbst zu besseren Leistungen. Psychologisch gesprochen wirkt dann der Köhler-Effekt auf dich, wie er auch bei Hochleistungssportlern zu beobachten ist. Der besagt, verkürzt ausgedrückt: Wenn die Mitglieder einer Gruppe ein unterschiedliches Leistungsniveau vorweisen, kann das die „schwächeren“ Mitglieder dazu bewegen, ihre Leistungen über das übliche Maß hinaus zu steigern.

Dazu sollten sich allerdings alle als Bestandteile eines Teams mit einem gemeinsamen Ziel fühlen. Wenn es zu sehr um den Vergleich der einzelnen Mitglieder innerhalb der Gruppe geht, wirkt sich das nämlich nachteilig auf die Leistungen der Schwächeren aus – dann ist der Erwartungsdruck einfach zu groß.

Sport in der Gruppe bringt dich ganz schön ins Schwitzen.
Zusammen trainieren, ohne sich zu überfordern: Ein faires Miteinander und Rücksichtnahme sind Pflicht.
(Foto: © contrastwerkstatt – stock.adobe.com)

Eine solche Gruppenkonstellation sollte für dich – wie auch für keinen deiner Mitsportler – der Anlass sein, sich regelmäßig im gemeinsamen Training zu überfordern. Deine eigenen Grenzen solltest du daher immer im Blick haben. Wenn du zu einer gut funktionierenden Gruppe gehörst, in der jeder auf den anderen achtet und ihr fair miteinander umgeht, werden deine Partner das sicher berücksichtigen. Wettkampf an sich ist gut, Übertreibung wie in allen Lebensbereichen nicht. Sonst ist weder deiner Fitness geholfen, noch wird es deine Motivation aufrechterhalten können.

„Gemeinsames“ Trainieren setzt übrigens nicht mehr zwingend voraus, dass du dich mit deiner Gruppe am selben Ort befindest. Der Vergleich mit dem Rest der Community funktioniert online inzwischen ebenso gut wie offline. Was nicht zuletzt daran liegt, dass etwa Fitnesstracker neben der größer werdenden Anzahl unterschiedlicher Funktionen, mit denen du deine eigenen Fortschritte kontrollieren kannst, auch Leistungsvergleiche und den Austausch von Herausforderungen ermöglichen. Das Praktische daran: So hast du die Gruppe gewissermaßen immer bei dir.

Grund #2: Gemeinsamer Sport für ein besseres Lebensgefühl

Es ist eine einfache Rechnung: Wer Sport treibt, fühlt sich gut. Wer mit anderen gemeinsam Sport treibt, fühlt sich besser. Das ist tatsächlich durch Untersuchungen belegt und liegt mitunter an den oben genannten Gründen. Regelmäßigeres Training, weil die Gruppe dich mitzieht, sorgt schon für sich genommen für einen besseren Trainingseffekt. Das Gemeinschaftsgefühl trägt tatsächlich erheblich dazu bei, die Bindung innerhalb der Gruppe soweit zu stärken, dass es gar keine Option mehr wird, eine Einheit auszulassen.

Dazu kommt aber auch noch eine psychische Komponente, die über das verbesserte Körpergefühl hinausgeht. Das hängt mit der Tatsache zusammen, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, die Gemeinschaft mit anderen liegt uns sozusagen in den Genen. Entsprechend förderlich ist es, sich auch beim Sport mit anderen zusammenzuschließen.

Das betrifft zum einen das gemeinsam absolvierte Fitnessprogramm an sich. Anders ausgedrückt, die Gelegenheit, regelmäßig mit anderen Leuten zusammenzukommen, ist für sich genommen bereits ein positiver Effekt. Gleichzeitig könnt ihr euch auf diesem Weg gegenseitig mit Tipps und Hilfestellungen unterstützen und werdet sozusagen eure jeweiligen Personal Coaches.

Außerdem erhöht die Gruppendynamik die Ausschüttung von Endorphinen. Was nicht nur für Glücksgefühle beim gemeinsamen Sport sorgt, sondern gleichzeitig Höchstleistungen möglich macht. Das Endorphin verschiebt nämlich die Schmerzgrenze deines Körpers, so dass du noch mehr aus dir herausholen kannst. Überhaupt lenkt ein Fitness-Partner oder eine Gruppe im positiven Sinne von der Anstrengung ab und die Zeit beim Training vergeht euch viel schneller.

Sport in der Gruppe bringt dich über neue Grenzen.
Mit Partner könnt ihr euer Training vom viele neue Übungen erweitern – so werdet ihr noch schneller fit und habt Spaß dabei. (Foto: © Syda Productions – stock.adobe.com)

Grund #3: Abwechslungsreicher trainieren – dank Partnerübungen

Es gibt sogar einen ziemlich pragmatischen Grund, sich einen Mitstreiter für den Sport zu suchen: Zusammen könnt ihr euer Trainingsrepertoire um Übungen erweitern, die für euch alleine gar nicht umsetzbar wären.

Bedeutet insgesamt mehr Abwechslung und die Gelegenheit, intensivere Einheiten zu absolvieren. Natürlich könnt ihr Intensität und Umfang beliebig variieren, Möglichkeiten gibt es schließlich genug. Ein weiterer Pluspunkt: Ihr trainiert nicht nur nebeneinander her – was immer noch besser wäre, als alleine trainieren zu müssen –, sondern macht die Übungen wirklich miteinander. Das steigert das Glücksgefühl über die erreichten Leistungen zusätzlich, weil es wirklich gemeinsame Erfolge sind. Die mit Sicherheit auch weiterhin motivieren, weil sie wiederholt werden wollen.

Wenn euch jetzt der Sinn danach steht, mit Gleichgesinnten das nächste Training anzugehen, solltet ihr keine Zeit verlieren. Denn Gelegenheiten gibt es in jedem Fall genug.

 

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