Mitmacher Susi und Tim sind gerade mitten in ihrer Umgestaltung der eigenen vier Wände.

Nach einem anstrengenden Tag nach Hause kommen, sich auf die Couch fallen lassen und einfach nur entspannen: Zugegeben, viele halten so etwas vielleicht für die Idealvorstellung. In den wenigsten Fällen lässt sich so etwas realisieren. Kinder, die Aufmerksamkeit fordern, sind nur ein Aspekt, der auf Trab hält. Nicht selten ist es aber auch so, dass sich in den eigenen Wänden nicht so richtig wohl gefühlt wird. Lässt sich dagegen etwas unternehmen? Ja, der „Tapetenwechsel“ kann durchaus dafür sorgen, dass sich alle in Wohnzimmer und Küche wieder wohlfühlen.

Wie geht so etwas? Generell sehen die Maßnahmenpakete sehr individuell aus. Eine wichtige Stellschraube kann die Wandfarbe sein. Letztere beeinflusst Stimmung und Gefühle nachhaltig. Heißt: Die falsche Farbe an den Wänden führt zu Missstimmung. Warme Farbtöne sind fürs Wohnzimmer keine schlechte Idee. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten. Warum das leere Kinderzimmer nicht einfach zu einer kleinen Wellnessoase machen?

Wände im Wohnzimmer umgestalten: Neue Ideen warten

Das Wohnzimmer ist ein zentraler Raum in den eigenen vier Wänden. Die Familie trifft sich hier (oft) zum Essen, tauscht sich über den Tag aus und verbringt die Abende miteinander. Umso wichtiger ist es, sich im Wohnzimmer, der guten Stube, auch wirklich wohl zu fühlen. Das Problem: Viele Haushalte lassen sich bei der Einrichtung von Trends leiten. Im ersten Moment wirken dunkle Farben an der Wand schick. Nach einiger Zeit wird die Stimmung zunehmend gedrückt.

Möglich, dass der Alltag einfach sehr stressig ist. Auf der anderen Seite kann aber auch die falsche Farbgestaltung im Wohnzimmer dafür verantwortlich sein. Hintergrund: Farben können Gefühle und Emotionen verstärken, was positiv oder negativ wirken kann. Mit diesem Wissen im Hinterkopf lässt sich der Wohlfühlfaktor für Eigenheim und Wohnung verbessern.

Farblehre: Lebensfreude nach Hause holen

Die Neugestaltung im Wohnzimmer fängt bei den Farben an. Helle Farben erreichen, dass ein Raum größer und freundlicher wirkt. Auf der anderen Seite erreichen dunkle Farben eher das Gegenteil, sie lassen das Wohnzimmer schrumpfen.

Welche Farben sorgen eigentlich für ein besonders angenehmes Wohnklima? Grundsätzlich kann jede Farbe eine ganz bestimmte Wirkung entfalten. Beispiel Rot: Die Signalfarbe aktiviert und steht für Leidenschaft. Rote Kleidung wird oft als sexy wahrgenommen. Im Wohnzimmer kann zuviel rote Farbe allerdings schnell stören, sie macht unruhig.

Fürs Wohnzimmer bieten sich Farben bzw. Farbkombinationen an, die auf der einen Seite einen beruhigenden Effekt haben, gleichzeitig aber auch die Kommunikation fördern. Warme Farben sind in diesem Zusammenhang eher zu empfehlen, wie Beigetöne oder ein Mix aus Orange und Grün. Achtung: Auf die Farbgestaltung hat die Helligkeit Einfluss. Zimmer, die generell etwas dunkler sind, sollten mit gelbtonigen Farben gestrichen werden, um die Wandfarbe nicht zu kühl wirken zu lassen.

Umgestaltung der eigenen vier Wände: Aufgräumt und helle Farben machen die Wohnung gemütlich
Foto: fotolia.com © FollowTheFlow #284913106

Bilder an die Wand: Umgestaltung ganz einfach

Das Wohnzimmer als Lebensmittelpunkt verträgt ruhig etwas Deko. Gerade die Wände bieten sehr viel Raum, um sich gestalterisch „auszutoben“. Bilder sind ein Klassiker. Muss es aber immer etwas von der Stange sein? Wem Schnappschüsse liegen, der kann Fotos großformatig als Wand-Dekoration einsetzen. Hier gibt es viele Möglichkeiten: Ob nun als Fotocollagen, Fotowand oder spannende Retro-Prints, der eigenen Kredativität sind heute keinerlei Grenzen gesetzt.

Achtung: Beim Ausdrucken der Fotos sind gewisse Aspekte zu beachten, wie die dpi-Zahl. Fehler führen schnell zu enttäuschenden Ergebnissen, die als Wandfoto gänzlich ungeeignet sind.

Aber auch:

  • Wand-Tattoos
  • Holz-Bordüren
  • Wandsticker

setzen besondere Akzente in der Raumgestaltung. Ein so auf Vordermann gebrachtes Wohnzimmer lädt nicht nur die Familie zum Verweilen ein. Auch Abende mit Bekannten und Freunden gewinnen an Qualität.

Neuer Blickfang = neues Lebensgefühl

Ein neuer XXL-Fernseher: Vielen Familien reicht dieser Blickfang, um die Wohnatmosphäre aufzulockern. Eine „Riesen-Glotze“ allein bringt allerdings nicht wirklich viel. Zumal es immer darauf ankommt, den richtigen Abstand zwischen Couch und TV-Gerät zu finden. Welche Elemente lassen sich als Blickfang einsetzen?

  • Aquarium: Ein Aquarium oder ein Terrarium ist ganz sicher ein Hingucker. Erfahrene Aquascaper gestalten ganze Flusslandschaften nach, in denen es eigentlich immer etwas Neues zu entdecken gibt. Besonders anspruchsvoll, dafür aber auch extrem farbenprächtig, sind Meerwasser-Aquarien. Hier lassen sich Blickfang und neues Hobby geschickt verbinden.
  • Elektrokamin: Ein Kaminofen, das Highlight fürs Wohnzimmer. Allerdings kann nicht jeder Haushalt dieses Stilmittel einsetzen. Eine Alternative sind Elektrokamine. Mittlerweile mit 3D-Flammeneffekt und mehrfarbiger Beleuchtung, sind sie ein beeindruckendes Stilelement und sorgen bei gemeinsamen Winterabenden für heimelige Atmosphäre.
  • Leuchten: Eine simple Stehlampe, das geht heute besser. Handel und Designer bieten inzwischen sehr stimmungsvolle Lampenkonzepte an. Eine Ampel-Lampe verleiht dem Wohn- oder Esszimmer ganz neues Flair und ist ein echter Blickfang.

Neue Akzente lassen sich aber auch in der Küche oder im Bad setzen. Ein kleiner Pizzaofen wertet die Küche nicht nur funktional auf. Auch im Hinblick auf das Wohnkonzept ist der Pizza- oder Steakofen ein Highlight. Achtung: In Bezug auf Leistung und Verarbeitung gibt es hier teils extreme Unterschiede.

Räume umfunktionieren: Durch Umgestaltung Platz für Hobbys schaffen

Die eigenen vier Wände neu gestalten: Hier denkt wahrscheinlich jeder sofort an den „Tapetenwechsel“. Warum Räume nicht gleich komplett anders nutzen? Gerade, wenn die Kinder ihren eigenen Haushalt gründen, ist meist plötzlich sehr viel Platz. Dieser kann völlig neue Möglichkeiten eröffnen.

  • Hobbyraum: Werkeln macht Spaß

Das ehemalige Kinderzimmer kann zum Hobbyraum werden. Hierfür sind oft gar keine so großen Umbauten nötig, um dort dem eigenen DIY-Hobby zu frönen.

  • Fitnessraum: Auch im Winter fit bleiben

Steht im Keller ausreichend Platz zur Verfügung oder ist ein Zimmer ungenutzt, kann dies auch zu einem Fitnessraum umfunktioniert werden. Hantelbank und Ergometer, nur zwei Möglichkeiten, gegen die Pfunde auf den Hüften anzugehen. Wie Statistiken des RKI zeigen, hat Deutschland mehr Bewegung dringend nötig.

  • Home Spa: Wellness in den eigenen vier Wänden

Eine weitere Idee: Das Home Spa. Geben die eigenen vier Wände den Platz her, kann ein Home Spa mit einem Whirlpool eingerichtet werden. Aber aufgepasst: Hier ist an die Entlüftung und das Gewicht des Whirlpools zu denken – also ob die Statik mitspielt.

  • Heimkino: Kinoatmosphäre zu Hause

Muss es immer ein Bastelzimmer sein? Warum nicht einfach mal in eine komplett andere Richtung denken. Viele Familien gehen gern ins Kino. Wer den Duft von Popcorn und die Unterhaltung im Kinosessel mag, kann sich auch ein Heimkino aufbauen. Hier muss aber klar sein, dass die Umbauten nicht unerheblich im Ausmaß sind. Neben der Wiedergabetechnik braucht es Kinosessel und die passende Audiotechnik, wobei das Aufstellen eines 7.1 Systems schwierig sein kann.

  • Musikstudio: Warum nicht selber produzieren?

Leidenschaftlicher Musikfan? Dann wird’s Zeit, an das eigene Studio zu denken. Im Keller oder auf dem ausgebauten Dachboden lässt sich ein kleines Musikstudio mit Musikinstrumenten für Jam-Sessions einrichten. Allerdings sollte sicher sein, dass die Nachbarn nichts dagegen haben. Im Einfamilienhaus ist das Ganze eher unproblematisch. Verstöße in Mietwohnungen gegen Hausordnung/Mietvertrag können andererseits zu echten Problemen, bis zur Kündigung, führen.

Räume umgestalten und einer völlig neuen Nutzung zuführen ist in der Praxis durchaus machbar. Der Aufwand ist allerdings sehr unterschiedlich. Ein Hobbykeller kann sehr schnell eingerichtet sein. Spa oder Fitnessraum erfordern etwas mehr Aufwand. Es kann sogar erforderlich sein, dass die Statik in Planungen mit einbezogen wird.

Wie wäre es mit einem Hobby- bzw. Fitnessraum nach der Umgestaltung der eigenen vier Wände? Wen der Platz fehlt kann sich auch eine Ecke im Zimmer für seine Freizeitaktivität einrichten.
Foto: fotolia.com © terovesalainen #259714869

Fazit: Umgestaltung: Zu Hause aufblühen

Hin und wieder braucht es einfach den Tapetenwechsel. Eine Erkenntnis, die vielen Haushalten kommt. Nicht jeder Wohntrend ist von Dauer und stellt nach Jahren noch zufrieden. Was aber aus Wohnzimmer, Küche oder dem Bad machen? Heute gibt es für viele Ideen die richtigen Accessoires und Möbel. Schon immer Pizza wie aus dem Steinofen machen wollen, mit dem Pizzaofen kein Problem. Oder wie wäre es mit einem Home Spa. Nach Feierabend im Whirlpool entspannen ist machbar, wenn die Rahmenbedingungen und die Bausubstanz stimmen. Eines muss aber immer klar sein: Wer in einer Mietwohnung Hand anlegt, kann Probleme bekommen. Besonders, wenn der Vermieter nichts von Umbauten weiß, ist Ärger meist vorprogrammiert.

 

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